Erich Schott

deutscher Glasmacher und Fabrikbesitzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Erich Schott (* 29. März 1891 in Jena; † 24. Juli 1989 in Mainz) war ein deutscher Unternehmer, der als Gründer der Schott-Glaswerke in Mainz gilt.

Leben

Nach Studium und Promotion trat er 1927 in die Geschäftsführung des von seinem Vater Otto Schott gegründeten Jenaer Glaswerks Schott & Gen. ein. Mit der Gestaltung und Vermarktung neuer Glasprodukte (Jenaer Glas) betraute er die Bauhaus-Künstler Wilhelm Wagenfeld und László Moholy-Nagy.

Erich Schott beantragte am 8. Juli 1937 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.554.689).[1] Er war von 1941 bis 1943 Leiter der Wirtschaftsgruppe Glasindustrie, danach bis 1945 Bezirksbeauftragter von Thüringen für die Wirtschaftsgruppe Glasindustrie sowie von 1944 bis 1945 Leiter des Sonderrings Optisches Glas. Während des Zweiten Weltkriegs wurden im Jenaer Glaswerk auch Zwangsarbeiter eingesetzt.[2]

Im Jahr 1945 gehörte er zu den „41 Glasmachern“, die in die amerikanische Besatzungszone deportiert wurden. Als in der SBZ die Besitzer des Jenaer Glaswerks enteignet wurden, ließ Erich Schott in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Mainz in der Mainzer Neustadt ein modernes Glaswerk errichten, das am 10. Mai 1952 offiziell in Betrieb genommen wurde.[3]

Ehrungen

Bildnis

Literatur

Einzelnachweise

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