Erik Rotheim
norwegischer Ingenieur und Erfinder
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Erik Andreas Rotheim (* 19. September 1898 in Kristiania; † 18. September 1938 in Oslo) war ein norwegischer Ingenieur und Erfinder der Sprühdose.
Anlass dieser Erfindung waren Überlegungen Rotheims, ob es nicht möglich wäre, das Einwachsen seiner Skier zu vereinfachen.[1] Er erfand schließlich eine Dose, die zusätzlich zum eigentlichen Wirkstoff das hochgiftige Dimethylether als Treibmittel enthielt. Der Überdruck im Behälter setzte den Anwendungsstoff nach Öffnen des Verschlusses rasch frei. Am 9. Februar 1926 war seine Erfindung abgeschlossen und funktionierte einwandfrei. Seine Idee ließ Rotheim sich durch Patentanträge schützen; so in Norwegen am 8. Oktober 1926[2], in den USA am 30. September 1927 (US-Patent 1.800.156), sowie am 9. Oktober 1927 in Deutschland.

Mit der heutigen Sprühdose hat seine damalige Erfindung jedoch nur noch wenig gemein. So wurden Rotheims erste Sprühdosen vor allem aufgrund ihres Gewichts durch eine dicke Behälterwand als unhandlich empfunden und hatten den Nachteil, dass eine punktgenaue Dosierung noch nicht möglich war. Zudem entleerte sich nach Betätigen des Ventils der gesamte Inhalt unkontrolliert. Obwohl Rotheim mit der norwegischen Lackfabrik Alf Bjercke 1928 eine wirtschaftliche Verwertung für Lacke anging, blieb die Erfindung zunächst erfolglos. Erst nach Rotheims Tod begann, nach einer gewissen Weiterentwicklung, vor allem bezogen auf die Dosierungsmöglichkeit, der Siegeszug der Sprühdose. Sie wurde in den 1940er Jahren nach Verbesserungen des zugrunde liegenden Prinzips am Sprühkopf durch die US-Amerikaner Lyle D. Goodhue, William N. Sullivan und Robert Abplanalp eine akzeptierte Hilfe, zunächst bei der Insektenbekämpfung, später in verschiedenen weiteren Anwendungen.[3]
Weblinks
- WDR Stichtag, auf wdr.de vom 9. Februar 2006, abgerufen am 9. Februar 2026
- Norwegen am Drücker, in General-Anzeiger Bonn, vom 31. Dezember 1998, abgerufen am 9. Februar 2026