Erika Kickton

deutsche Musikwissenschaftlerin und Komponistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Erika Kickton wurde in Berlin als Tochter des Kirchenbauers Arthur Kickton geboren. Sie studierte u. a. Kunstgewerbe in Potsdam, Weimar und Berlin[2] sowie Musik und Komposition bei Otto Becker und Wilhelm Klatte in Berlin.[3] Von 1921 bis 1927 leitete sie ein Musikseminar in Potsdam und war Musikreferentin der Potsdamer Tageszeitung.[2]

Sie übersiedelte 1927 in die Schweiz[3] und lebte in den späten 1920er- und 1930er-Jahren mit ihrer Lebensgefährtin in Locarno-Monti.[4] In ihrem Werk Charakterkunde[5] thematisierte sie kurz den „Edelkommunismus“ auf dem Locarno benachbarten Monte Verità. 1942 hatte sie ihren Wohnsitz in Potsdam-Neubabelsberg. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie wegen der Verweigerung des Hitlergrußes für zwei Wochen inhaftiert.[4]

1947 promovierte sie mit der Dissertation Das Problem der Konsonanz zum Dr. phil.[2] 1963 lehrte sie Charakterkunde an der Universität Frankfurt am Main.[6]

Schriften

  • Das Problem der Konsonanz. 1947
  • Was wissen wir über Musik. Merseburger, Leipzig 1926.
  • Charakterkunde. Bernard & Graefe, Berlin 1958.
  • Musikwissenschaft im Umriß. Max Hesse, Berlin 1958.
  • Die Beziehung der Tonkunst zur Philosophie. Kgr-Ber. Basel 1949, Kassel o. J.
  • Drei Lieder nach Gedichten von Hermann Löns (Musikalische Fundgrube)
  • Durch Potsdams Gärten. 1921.
  • Gedanken und Stimmungen in Versen. 1921.
  • Von Poztupimi nach Potsdam. Ein Spaziergang durch die Jahrhunderte (= Westermanns Monatshefte. Band 136). Westermann, Braunschweig 1924.

Literatur

  • Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon (1979)
  • Joseph Kürschner: Kürschners deutscher Literatur-Kalender (1963)
  • Wer ist wer? (1996)
  • Schweizerisches Zeitgenossen-Lexikon (1932)

Einzelnachweise

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