Erika Maria Lankes

deutsche Bildhauerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Erika Maria Lankes (* 24. September 1940 in Waldenburg, Provinz Niederschlesien; † 13. September 2022 in Schloßberg, Oberbayern) war eine deutsche Bildhauerin.[1]

Kurt-Eisner-Denkmal in der Kardinal-Faulhaber-Straße in München, eingeweiht 1989: Es zeigt den Umriss des ermordeten Eisner am Tatort.

Leben

Erika Maria Lankes wuchs in Pilsting in Niederbayern auf. Von 1959 bis 1964 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste München bei Charles Crodel und Heinrich Kirchner und heiratete 1963 den Kunsterzieher Franz Lankes. Das Künstlerpaar lebte seit Mitte der 1970er Jahre in Landl bei Stephanskirchen. Sie arbeitete als Kunsterzieherin, seit 1978 als freiberufliche Künstlerin.[2]

Mit den Werkstoffen Polyester und Aluminium entwickelte sie unverwechselbare, überwiegend farbige Figuren und Figurengruppen. Sie schuf aber auch zahlreiche Bronzen.

Neue Figur II am Skulpturenweg entlang des Innufers in Wasserburg am Inn

1989 schuf sie im Auftrag der Landeshauptstadt München eine in den Gehsteig integrierte stählerne Bodenplatte mit den Umrissen des ermordeten ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern Kurt Eisner. In Wasserburg am Inn gehört die „Neue Figur II“ zum Skulpturenweg entlang des Inns. Die „Passanten“ im Rosenheimer Salingarten zählen zum Werk der nach eigener Einschätzung realistischen Bildhauerin ebenso wie eine vierfigurige Gruppe aus Bronze anstelle der zerstörten Polyestergruppe von 1998 vor dem Stadtmuseum Bayreuth. Außerhalb Bayerns bekannt ist die als „Verkehrsteilnehmerin“ betitelte Frauenfigur im Haus der Geschichte in Bonn.[1]

Zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen zeigen ihren künstlerischen Erfolg. Im Jahr 2020 übergab sie große Teile ihres Werks der Städtischen Galerie Rosenheim in einer Schenkung.[3] Franz († 2003) und Erika Maria Lankes hatten über Jahrzehnte die Kunstlandschaft um Rosenheim entscheidend mitgeprägt. Die Galerie in Bruckmühl widmete beiden Künstlern 2022 die Ausstellung „Zwei Leben für die Kunst“.[4]

Ehrungen

1981 erhielt Erika Maria Lankes einen Förderpreis der Stadt Rosenheim, im Jahr 2000 den Kunstpreis der Stadt Traunreut und 2002 den Sudetendeutschen Kulturpreis für Bildende Kunst für Bildende Kunst. 2003 erhielt sie den Kulturpreis der Stadt Rosenheim und 2004 den Oberbayerischen Kulturpreis des Bezirks Oberbayern.[2]

Commons: Erika Maria Lankes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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