Eschenborn
Kleinsiedlung nördlich von Eisenach im heutigen Gebiet der Stadt Amt Creuzburg im Wartburgkreis in Thüringen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Eschenborn war eine Kleinsiedlung im heutigen Gebiet der Stadt Amt Creuzburg im Wartburgkreis in Thüringen.

Lage
Die Kleinsiedlung befand sich nordöstlich von Creuzburg und westlich von Ebenau auf der Anhöhe nördlich des Creuzburger Werradurchbruchs. Die Größe der Flur betrug 141,2 ha, davon Höfe und Gärten 1,8 ha, Wiesen 0,1 ha, Ackerfläche 82,3 ha, Wald 19,0 ha, Teiche, Bäche und Flüsse 0,0 ha, auf Wege, Triften, Ödland und Obstbauplantagen entfielen 37,9 ha.[1]
Geschichte
1758 pachtete der Landwirt und Leineweber zu Ifta bei Eisenach, Johannes Reinhard, das Gut Eschenborn vom Magistrat in Creuzburg. Später kaufte er das Gut und übergab es seinem Sohn Karl Reinhard und seiner Schwiegertochter Karoline, geb. Bender, als Familiengut.[2]
1879 bestand Eschenborn aus einem herrschaftlichen Wohnhaus (dem späteren Forsthaus), einem Knechthaus sowie mehreren Ställen und Scheunen und hatte 14 Einwohner. Auf Grund einer Verwaltungsreform wurden 1922 die Ortschaften Ebenau, Buchenau, Eschenborn, Mihlberg (mit Sorga) und Hahnroda nach Creuzburg eingemeindet. 1925 wurde dies in Teilen rückgängig gemacht und die Gemeinde Buchenau zu einer eigenständigen Gemeinde mit den Ortsteilen Ebenau, Eschenborn, Mihlberg und Hahnroda aufgewertet. Diese Gebietsstruktur hatte bis 1962 Bestand, als Ebenau, Eschenborn und Mihlberg erneut nach Creuzburg umgemeindet wurden. Wenige Monate später wurden die Kleinsiedlungen Eschenborn und Mihlberg im Zuge der verschärften DDR-Grenzsicherung unter der „Aktion Kornblume“ geräumt und die Häuser bis 1964 abgebrochen.
Heute finden sich eine alte Zisterne und eine Forsthütte auf den Grundmauern des alten Forsthauses am Standort.
Weblink
- Siedlung Eschenborn auf der Website der Stadt Amt Creuzburg (mit Fotos)