Ethoxysulfuron

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Ethoxysulfuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Ethoxysulfuron
Allgemeines
Name Ethoxysulfuron
Andere Namen

1-(4,6-Dimethoxypyrimidin-2-yl)-3-(2-ethoxyphenoxysulfonyl)harnstoff

Summenformel C15H18N4O7S
Kurzbeschreibung

beiger Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 126801-58-9
EG-Nummer (Listennummer) 603-166-8
ECHA-InfoCard 100.132.183
PubChem 3623881
ChemSpider 2858750
Wikidata Q22807473
Eigenschaften
Molare Masse 398,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,48 g·cm−3[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273501[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Ethoxysulfuron ist ein beiger Feststoff, der löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Die Verbindung ist ein von Hoechst (später AgrEvo) Ende der 1990er-Jahre entwickeltes selektives Sulfonylharnstoff-Herbizid.[4]

Es wird vor allem über die Wurzeln aufgenommen und dann in der Pflanze verteilt. Es inhibiert die Biosynthese von Aminosäuren mit verzweigter Seitenkette. Dadurch wird die Synthese der essentiellen Aminosäuren Valin und Isoleucin gehemmt. Es kommt zur Hemmung der Zellteilung und somit zum Wachstumsstillstand. Die Selektivität gegenüber Kulturpflanzen beruht darauf, dass der Wirkstoff in diesen deutlich schneller abgebaut wird als in Unkrautpflanzen und somit die Kulturpflanzen nicht geschädigt werden.[4]

Die bevorzugte Anwendung liegt in der Bekämpfung breitblättriger Unkräuter in Getreide-, Reis- und Zuckerrübenkulturen.[4]

In Deutschland und der EU sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen, die diesen Wirkstoff enthalten.[5]

Nachweis

Die Rückstandsbestimmung in Pflanze und Boden erfolgt mittels HPLC-Methode.[4]

Einzelnachweise

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