Ethylmaltol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ethylmaltol ist eine organisch-chemische Verbindung und leitet sich von Maltol ab. Ethylmaltol ist als Geschmacksverstärker (E 637) zugelassen und wird zur Aromatisierung von Lebensmitteln und Tabakwaren verwendet.[2]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Ethylmaltol
Allgemeines
Name Ethylmaltol
Andere Namen
  • 637 (INS)
  • 2-Ethyl-3-hydroxy-4H-pyran-4-on
  • ETHYL HYDROXYPYRONE (INCI)[1]
Summenformel C7H8O3
Kurzbeschreibung

weißer, kristalliner Feststoff mit süß-karamellartigem Geruch[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 4940-11-8
EG-Nummer 225-582-5
ECHA-InfoCard 100.023.256
PubChem 21059
ChemSpider 19804
Wikidata Q930843
Eigenschaften
Molare Masse 140,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt

90–91 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: keine P-Sätze[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Bislang wurde kein natürliches Vorkommen von Ethylmaltol gefunden.[4]

Gewinnung und Darstellung

Ethylmaltol schmeckt und riecht karamellartig

Es sind mehrere Synthesewege für Ethylmaltol bekannt etwa ausgehend von Kojisäure oder Furfurylalkohol.[5]

Eigenschaften

Ethylmaltol verstärkt – ähnlich wie Maltol – den süßen Geschmack von Lebensmitteln, allerdings ist es vier bis sechsmal stärker als Maltol. Es besitzt einen süß- karamellartigen Geruch.[2][6]

Verwendung

Ethylmaltol wird zur Aromatisierung von Lebensmitteln, Getränken und Tabak genutzt.[2] Besonders viel Verwendung findet der Stoff in Liquids für E-Zigaretten. Es wurde in 80 % aller Liquids und häufiger in Konzentrationen über 10 mg/mL gefunden.[7]

Sicherheitshinweise und Gesundheit

Als Geschmacksverstärker darf Ethylmaltol quantum satis eingesetzt werden.[8]

In vielen Liquids wird die Menge an Ethylmaltol als zytotoxisch für Lungenzellen eingeschätzt.[7][9] Außerdem wurde herausgefunden, dass Ethylmaltol neben anderen Aromastoffen die Bildung sehr reaktiver freier Radikale im Aerosol von E-Zigaretten befördert.[10] Diese können die Entstehung einiger Krankheiten befördern.[10]

Einzelnachweise

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