Euratsfeld

Marktgemeinde im Bezirk Amstetten, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Euratsfeld ist eine Marktgemeinde mit 2805 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Euratsfeld
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Euratsfeld
Euratsfeld (Österreich)
Euratsfeld (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Fläche: 30,61 km²
Koordinaten: 48° 5′ N, 14° 56′ O
Höhe: 308 m ü. A.
Einwohner: 2.805 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 92 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3324
Vorwahl: 07474
Gemeindekennziffer: 3 05 11
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Marktstraße 3
3324 Euratsfeld
Website: www.euratsfeld.gv.at
Politik
Bürgermeister: Johann Weingartner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(21 Mitglieder)
17
2
1
1
17 2 1 1 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Euratsfeld im Bezirk Amstetten
Lage der Gemeinde Euratsfeld im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)BiberbachHaagSt. ValentinWinklarnWolfsbach
Lage der Gemeinde Euratsfeld im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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BW

Geografie

Euratsfeld liegt rund acht Kilometer südöstlich von Amstetten im Mostviertel zwischen Ybbsebene und Randegger Hochkogel. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 30,61 Quadratkilometer. Etwa 16 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Euratsfeld besteht aus drei Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023[1]):

  • Euratsfeld (1.212,65 ha)
  • Gafring (943,04 ha)
  • Großaigen (904,93 ha)

Einzige Ortschaft ist Euratsfeld. Ortsteile sind Aichet, (Groß-)Aigen, Auberg, Braunshof, Distelberg, Euratsfeld, Ferndorf, Gafring, Giemetsberg, Göttersdorf, Grissenberg, Haslau, Hinterberg, (Hinter-)Holz, Kalkstechen, Latzelsberg, (Unter-)Lixing, Mittergafring, Niederaigen, Oberaigen, Obergafring, Oberumberg, Panhalm, Pisching, Pollenberg, Reidl, Schleiferhub, Schnotzendorf, Seibetsberg, Stelzberg, Untergafring, Völkrahof, Walchenöd, Windischendorf sowie zahlreiche Einzellagen.

Nachbargemeinden

Amstetten St. Georgen am Ybbsfelde Ferschnitz
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Neuhofen an der Ybbs Randegg (Bezirk Scheibbs) Wang (Bezirk Scheibbs)

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Urkundlich erstmals erwähnt wurde Euratsfeld 1332, im Jahr 1908 erhielt die Gemeinde das Marktrecht.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Marktgemeinde Euratsfeld ein Arzt, ein Tierarzt, ein Taxiunternehmer, zwei Bäcker, ein Baumeister, eine Binderin, ein Dachdecker, ein Fahrradhändler, drei Fleischer, ein Friseur, fünf Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Glaser, zwei Hebammen, ein Holzgeräteerzeuger, ein Kalkwerk, drei Landesproduktenhändler, ein Maler, ein Maschinenhändler, ein Maurermeister, ein Mühlenbauer, ein Sägewerk, zwei Sattler, ein Schlosser, zwei Schmiede, vier Schneider und drei Schneiderinnen, vier Schuster, ein Seiler, ein Spengler, drei Tischler, ein Uhrmacher, zwei Viehhändler, ein Viktualienhändler, ein Wagner, zwei Zementwarenerzeuger, ein Zimmermeister, zwei Zuckerwarenhändler und einige Landwirte ansässig.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Euratsfeld: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2024
Jahr  Einwohner
1869
 
1.371
1880
 
1.405
1890
 
1.496
1900
 
1.501
1910
 
1.616
1923
 
1.608
1934
 
1.624
1939
 
1.587
1951
 
1.595
1961
 
1.663
1971
 
1.771
1981
 
1.840
1991
 
2.088
2001
 
2.319
2011
 
2.534
2021
 
2.700
2024
 
2.780
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gemeindeamt Euratsfeld
Pfarrkirche Euratsfeld

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 54 nicht-landwirtschaftliche Arbeitsstätten, 146 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1083, die Erwerbsquote lag 2001 bei 48 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es in der Gemeinde 56 Arbeitslose.

Öffentliche Einrichtungen

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten,[3] eine Volksschule und eine Mittelschule.[4]

Sport

  • Die Fußballelf der Marktgemeinde spielt derzeit in der 1. Klasse West.[5]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

(Quelle: [13])

  • 1850–1876 Michael Pruckner
  • 1876–1879 Georg Resch
  • 1879–1882 Joseph Graßinger
  • 1882–1889 Franz Zehetgruber
  • 1889–1891 Johann Grim
  • 1891–1900 Franz Zehetgruber
  • 1900–1938 Johann Zehetgruber
  • Feb.–März 1938 Richard Bachbauer
  • 1938–1945 Karl Steiner (NSDAP; Gemeindeverwalter)
  • Mai–November 1945 Richard Bachbauer
  • 1945–1970 Josef Zehetgruber
  • 1970–1971 Alois Mock (ÖVP)
  • 1971–1985 Karl Glack (ÖVP)
  • 1985–2010 Franz Menk (ÖVP)
  • seit 2010 Johann Weingartner (ÖVP)[14]

Wappen

Der Gemeinde wurde 1958 ein Wappen verliehen.

Blasonierung: In einem schrägrechts von Blau und Silber geteilten Schild ein Bischof in Gold mit Kasel und Mitra, in der Rechten ein Buch, in der Linken einen Stab; zu seinen Füßen einen schwarzen rechtsschreitenden Bären, der auf seinem Rücken ein silbernes Bündel trägt.

Das Schild steht für die Herren von Zelking, die in Euratsfeld Besitzungen hatten. Der Bischof ist der hl. Korbinian, der Stifter des Bistums Freising. Diese waren die ersten Herren von Euratsfeld. Der Bär erinnert an die Gründungslegende, wonach ein Bär das Maultier des Heiligen tötete und zur Strafe dessen Kleiderbündel tragen musste.[15]

Partnergemeinde

Seit 1990 unterhält Euratsfeld partnerschaftliche Beziehungen zur mährischen Gemeinde Strání.[16]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Anna Wagner (* 1914), Altersrekordlerin und älteste in Österreich lebende Person
  • Alois Mock (1934–2017), Politiker (ÖVP), Vizekanzler (1987–1989) und Außenminister (1987–1995) der Republik Österreich
  • Christine Haiden (* 1962), Chefredakteurin der Zeitschrift Welt der Frauen
  • Petrus Pilsinger (* 1964), Ordenspriester und Abt von Stift Seitenstetten
  • Sebastian Leimhofer (* 1998), Fußballspieler
  • Willi Wagner (1951–2026), Triathlonsportler, mehrfacher Europa- und Weltmeister

Literatur

  • Hans Pechaczek, Der österreichische Bienenvater, 1922 verlegt bei Waldheim-Eberle, 1932 Selbstverlag, Die 2. Auflage aus dem Jahr 1932 wurde auf Initiative & Kosten von Franz Raab von der UNI BIB Wien 2025 digitalisiert und ist dort abrufbar.
  • Herbert Berndl-Forstner: Pfarrkirche zum hl. Johannes den Täufer in Euratsfeld, Niederösterreich. Diözese St. Pölten, Bezirk Amstetten. St. Peter, Salzburg 1999, (Christliche Kunststätten Österreichs 334).
  • Irmgard Hampl: Euratsfeld – ein Ort im Wachsen. Betrachtungen über die Bewohner und ihr Leben im Markt Euratsfeld in Niederösterreich. Wien 1992, (Universität Wien, Phil. Diplomarbeit).
  • Franz Menk, Ernst Zehetgruber, Alois Pruckner u. a.: Chronik der Marktgemeinde Euratsfeld. Marktgemeinde Euratsfeld, Euratsfeld 2008.
  • Franz Raab: Festschrift 40 Jahre SCU-Euratsfeld, Titel: Geschichte des Fussball in Euratsfeld, Herausgabe Juli 2015
  • Alois Pruckner, Ernst Zehetgruber: Euratsfelder Marterlbuch, Zeichen und Zeugen des Glaubens, der Hoffnung und Liebe; Herausgabe 2015
  • Franz Raab: Festschrift zur Eröffnung vom Pfarr-Gemeinde-Zentrum (PGZ), Titel vom I.-Teil: Vom Pfarrzentrum zum Pfarrgemeindezentrum; Herausgabe 2018
  • Titel zum II.-Teil ab Seite 57: Chronik: Vom Pfarrheim zum Pfarrzentrum 1968–1972; Herausgabe 2018
  • Franz Raab: Festschrift 50 Jahre Verein Schönes Euratsfeld 1970–2020 – Gemeinsam für einen schönen Lebensraum; Herausgabe September 2021
  • Franz Raab unter Mitarbeit von Johann Wagner: Festschrift 50 Jahre Verein Schönes Euratsfeld: II.-Teil: Die Mühlen an der Zauch – Ein Blick von der Geschichte in die Gegenwart; Herausgabe September 2021
  • Ernst Zehetgruber, FF Euratsfeld: Chronik 150 Jahre - Freiwillige Feuerwehr Euratsfeld 1872-2022; Herausgabe 2022
  • Franz Raab: Festschrift 50 Jahre SCU Fußballclub Euratsfeld: 50 Jahre Jugend-, Schul-, Damen und Vereinsfußball in Euratsfeld. Eine Chronik seiner Erfolgsgeschichte (1975–2025); Herausgabe Juli 2025
Commons: Euratsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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