Evangelische Kirche Baumerlenbach

Evangelische Kirche in Baumerlenbach, einem Stadtteil von Öhringen im Hohenlohekreis From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Evangelische Kirche in Baumerlenbach, einem Stadtteil von Öhringen im Hohenlohekreis, gilt als die älteste Kirche des Landkreises. Die Kirchengemeinde Baumerlenbach-Ohrnberg gehörte bis 2025 zum Kirchenbezirk Öhringen und gehört seit 1. Januar 2026 zum Teilgebiet Kochertal im neuen Kirchenbezirk Hohenlohe der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Evangelische Kirche in Baumerlenbach
Blick zur Empore

Geschichte

Dederer-Grabmal

Die Kirche in Baumerlenbach gilt als älteste Kirche des Hohenlohekreises und wurde wohl auf gaugräflichem Eigengut errichtet. Als Bauherrin gilt Hiltisnoot, die Schwester des Grafen Maorloch. 887 kam die Kirche, deren Patrozinium damals Salvator (der Erlösere) und Maria die Mutter des Erlösers, waren, als Schenkung der Hiltisnoot an das Kloster Lorsch. In der Schenkungsurkunde wird auch ein monasterium (Kloster) erwähnt. Allerdings gibt es keine Nachweise für ein einstiges Kloster bei der Kirche, lediglich am nahen Steilhang des Kochertals im Gewann Nonnenstuhl weiß die Volkssage von einem ebenfalls nicht anderweitig nachgewiesenen Kloster zu berichten. Zur Kirche zählten einst die Filialgemeinden Möglingen und Wächlingen bzw. Ohrnberg.

Aus Lorscher Besitz kam die Kirche dann in den Besitz der Familie des Regensburger Bischofs Gebhard, der sie 1037 dem Stift Öhringen zu dessen Ausstattung schenkte. Das Patronatsrecht lag dann mehrere Jahrhunderte beim Stift Öhringen und kam im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert an den Neuensteiner Zweig des Hauses Hohenlohe.

Beschreibung

Die Kirche war ursprünglich wohl Bestandteil eines Adelshofes. Die Kirche ist mit dem Turmchor nach Osten ausgerichtet. Ihre heutige Gestalt erhielt sie 1737 durch Neubau des Langhauses. Sie wurde 1966/67 renoviert. Der Chorturm hat noch romanische Fundamente. Im Westen des Langhauses ist eine einstöckige Empore eingezogen.

Ausstattung

Im Inneren der Kirche haben sich viele der historischen Ausstattungsteile erhalten, darunter eine schmuckvolle bemalte Kanzel mit Schalldeckel rechts vom Chorbogen sowie die Empore mit teilweise bemalten Brüstungsfeldern und der historischen Kirchenorgel. In der Kirche sind außerdem verschiedene Grabmale von Pfarrern und Pfarrfrauen aufgestellt, darunter das besonders schmuckvolle Grabmal der 1709 im Kindbett gestorbenen Sabrina Dederer links vom Chorbogen. Das Glasgemälde im Chorfenster mit dem Auferstehungsthema hat Adolf Valentin Saile 1963 in seiner Stuttgarter Werkstatt geschaffen.[1]

Literatur

  • Jürgen Hermann Rauser: Ohrntaler Heimatbuch. XI. Band: Öhringer Buch. Weinsberg 1982, S. 157–170.

Einzelnachweise

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