Ewald Sasse

Oberbürgermeister der Stadt Hagen (CDU) From Wikipedia, the free encyclopedia

Ewald Sasse (* 24. Dezember 1888 in Hagen; † 22. Mai 1970 ebenda)[1] war Oberbürgermeister und Oberstadtdirektor der Stadt Hagen (CDU).

Leben

Ruhestätte von Ewald Sasse auf dem Hagener Remberg-Friedhof

Sasse hatte als früheres Zentrumsmitglied dem NS-Regime nach eigenen Angaben distanziert gegenübergestanden und auch formal nie der NSDAP angehört; dennoch bekleidete er zwischen 1933 und 1945 wichtige Führungsfunktionen innerhalb der Kommunalverwaltung, zuletzt als Leiter des städtischen Ernährungs- und Wirtschaftsamts.

Auf Anweisung der US-amerikanischen Militär-Regierung legte Sasse eine Liste mit den Namen derjenigen unbelasteten Personen vor, die von ihm als leitende Beamte für die einzelnen Ämter der neu zu bildenden Stadtverwaltung vorgeschlagen wurden. Am 18. Mai 1945 wurden diese Personen von dem britischen Kreiskommandeur Major Peter Alexander in ihre Ämter eingesetzt und Ewald Sasse kommissarisch zum Hagener Oberbürgermeister ernannt.[2][3] Die Wahl sei auf ihn gefallen, weil man festgestellt habe, dass er als einziger der für dieses Amt in Frage kommenden leitenden Beamten kein NSDAP-Mitglied gewesen war. Daraufhin übte er das Amt bis Anfang 1946 hauptamtlich aus.[4] Zudem wurde er Ende November 1945 zum ersten Oberstadtdirektor der Stadt Hagen gewählt. Da eine Trennung der Ämter von der damaligen Besatzungsmacht gewünscht wurde, entschied sich Sasse für das Amt des Oberstadtdirektors.[5] Am 13. Februar 1946 löste ihn deshalb Fritz Steinhoff als Oberbürgermeister ab.

Sasse blieb bis Ende 1954 Oberstadtdirektor und prägte mit Steinhoff in Hagen den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ewald Sasse war Mitbegründer der Hagener Christlich Demokratischen Union (CDU) und saß 1953/1954 sowie von 1957 bis 1961 für die Stadt Hagen in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. Am 26. Oktober 1967 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Hagen ernannt.[6]

Ewald Sasse verstarb im Mai 1970 im Alter von 81 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Hagener Remberg-Friedhof.

Einzelnachweise

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