Expo 2025
Weltausstellung in Osaka 2025
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| EXPO 2025 Expo 2025 Osaka, Kansai, Japan | |
|---|---|
| |
| Motto | „Designing Future Society for Our Lives“ |
| Allgemein | |
| Jahr | 2025 |
| Ausstellungsfläche | 155 ha |
| Besucherzahl | 25,6 Millionen zahlende Besucher, 29 Millionen insgesamt[1] |
| BIE-Anerkennung | Ja |
| Website | www.expo2025.or.jp |
| Teilnahme | |
| Länder | 153 |
| Ausstellungsort | |
| Land | Japan |
| Ort | Osaka |
| Gelände | Yumeshima |
| Kalender | |
| Vergabe | 23. November 2018 |
| Eröffnung | 13. April 2025 |
| Schließung | 13. Oktober 2025 |
| Zeitliche Einordnung | |
| Vorgänger | Expo 2023 |
| Nachfolger | Expo 2027 |

Die Weltausstellung Expo 2025 fand vom 13. April bis zum 13. Oktober 2025 in Osaka, Japan statt. Der Austragungsort wurde am 23. November 2018 durch das Bureau International des Expositions (BIE) ausgewählt. Weitere Bewerber waren Jekaterinburg, Baku und Paris. Die Ausstellung steht unter dem Motto Designing Future Society for Our Lives (deutsch „Die zukünftige Gesellschaft für unsere Leben gestalten“). Es handelte sich um die zweite Weltausstellung in der Präfektur Osaka nach der Expo ’70, welche in Suita, einem Vorort von Osaka, stattfand.
Geschichte
Vergabe
Am 22. November 2016 reichte Frankreich mit Paris seine Kandidatur für die Expo 2025 beim BIE ein.[2] Mit dieser Einreichung begann das Ausschreibungsverfahren für die Ausstellung, in dem andere Städte sechs Monate Zeit hatten, ihre Bewerbungen einzureichen. Am 22. Mai 2017 wurde das Zeitfenster geschlossen und es gab vier potenzielle Städte:[3]
Japan – Osaka
Aserbaidschan – Baku („Human Capital“)[4]
Russland – Jekaterinburg („Changing the World: Inclusive Innovations – for Our Kids and Future Generations“)[5]
Zurückgezogene Bewerbungen
Frankreich – Paris („Sharing our Knowledge, Caring for our Planet“)[6]
Frankreich zog seine Kandidatur am 21. Januar 2018 zurück. Grund hierfür waren finanzielle Bedenken und Proteste gegen Präsident Emmanuel Macron.[7]
Auf der 164. Generalversammlung des BIE am 23. November 2018 wurde der Gewinner ausgewählt. Im ersten Wahlgang lag Osaka bereits mit 85 Stimmen vor Jekaterinburg, das 48 Stimmen bekam, während Baku mit 23 Stimmen ausschied. Im zweiten Wahlgang gewann Osaka dann mit 92:61 Stimmen gegen Jekaterinburg.[8]
| Bewerber | 1. Runde | 2. Runde |
|---|---|---|
| 85 | 92 | |
| 23 | – | |
| 48 | 61 | |
Verlauf
Im Vorfeld wurden acht Millionen Tickets verkauft, sechs Millionen weniger als erwartet. Stand Ende März war aufgrund verschiedener Verzögerungen wie Arbeitermangel und begrenzter Zugänglichkeit der als Austragungsort dienenden Insel Yumeshima erst ein Fünftel der Länderpavillons fertiggestellt, am Eröffnungstag konnten fünf Länderpavillons nicht in Betrieb genommen werden.[9][10]
Die Eröffnungsveranstaltung fand am 12. April im Beisein von Kaiser Naruhito und Premierminister Shigeru Ishiba statt, erst am Folgetag durften alle Besucher auf das Gelände.[11]
Der Ticketverkauf verlief in den ersten Wochen der Ausstellung schleppend, wobei am dritten öffentlichen Tag der Ausstellung der Tiefstwert mit 48.000 Besuchern erreicht wurde. Allein in den letzten 30 Tagen zählte die Expo dagegen über 6,5 Millionen Besucher, ab Ende September konstant über 200.000 täglich.[1]
Kosten
Die Baukosten des Geländes wurden ursprünglich mit etwa 125 Milliarden Yen, umgerechnet rund 725 Millionen Euro, angegeben, erhöhten sich im Verlauf des Projekts vor dem Hintergrund des Mangels an Arbeitern sowie gestiegenen Materialkosten jedoch auf 235 Milliarden Yen, die etwa 1,36 Milliarden Euro entsprechen. Die Kosten für den Betrieb sollen sich auf über 100 Milliarden Yen oder 590 Millionen Euro belaufen. Sie sollen gleichmäßig verteilt von der japanischen Regierung, den Verwaltungen der Präfektur Osaka und der Stadt Osaka sowie den beteiligten Unternehmen getragen werden.[12][13] Die gesamten Ausgaben für Infrastruktur, Bauten und Marketing sollen etwa 9,7 Billionen Yen, also über 56 Milliarden Euro, umfassen.[14]
Berichten der Japan Times mit Stand Anfang Oktober 2025 zufolge wurde ein Profit zwischen 23 und 28 Milliarden Yen (umgerechnet etwa 127 Millionen bzw. 155 Millionen Euro) erwartet.[15]
Nachnutzung
Einige der Gebäude wie der Grand Ring sollen nach Ende der Ausstellung wieder dem Materialkreislauf zugeführt werden.[11] Das Gelände selbst soll zu einem Tourismusareal mit Hotels und Einkaufszentren umgebaut werden, weitere Vorschläge umfassen einen Wasser- und Freizeitpark und eine Formel-1-Rennstrecke.[16]
Thema
Motto der Ausstellung war Designing Future Society For Our Lives (deutsch „Die zukünftige Gesellschaft für unser Leben gestalten“). Dieses war aufgeteilt in die Unterthemen Saving Lives (Leben retten, beispielsweise Katastrophenschutz und Gesundheit), Empowering Lives (Leben stärken, beispielsweise Roboter und Künstliche Intelligenz) und Connecting Lives (Leben verbinden, beispielsweise Gesellschaft und Kommunikation). Die Aufbereitung dieser Themen steht unter dem separaten Motto People's Living Lab.[17]
Gelände
Die Expo fand auf der künstlichen Insel Yumeshima (deutsch: Trauminsel) statt, die 1991 ursprünglich als Schutthalde angelegt wurde. Sie befindet sich am westlichen Ende von Osaka, im Stadtbezirk Konohana-ku und in der Nähe der Mündung des Flusses Yodo.[9] Die gesamte Insel weist eine Fläche von 390 ha auf.[18]
Die Länderpavillons und weiteren Gebäude sind vom Grand Ring umgeben, einer vom japanischen Architekten Sou Fujimoto entworfenen zwanzig Meter hohen hölzernen Ringstruktur mit 675 Metern Durchmesser und etwas unter zwei Kilometern Umfang, die weltweit die größte ihrer Art ist und das Konzept von „Vielfalt in Einheit“ abbilden soll. Die Besucher können auf dem begrünten Dach das Gelände auf einem Skywalk umrunden.[19][11][9]
Teilnehmer

158 Länder nahmen an der Expo teil, darunter Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz;[9][20] unter diesen waren 47 mit einem eigenen Pavillon repräsentiert.[21][9] Ebenso sind sieben internationale Organisationen in Osaka vertreten, darunter die Europäische Union und die Vereinten Nationen.[22]
Verkehr
Für die Expo wurde eine 3,2 Kilometer lange Verlängerung der „Chūō“-Linie 4 der U-Bahn Osaka errichtet, die durch den bestehenden Yumesaki-Tunnel auf die Insel führt. Die neue Station wurde im Januar 2025 eröffnet.[23]
Die Insel ist außerdem über die Yumemai-Brücke von der benachbarten, ebenfalls künstlichen Insel Maishima aus zu erreichen, die wiederum über die Konohana-Brücke mit dem japanischen Hauptland verbunden ist.
Eine ursprünglich geplante Verbindung mit Flugtaxis wurde von allen interessierten Unternehmen aufgegeben, nachdem die japanischen Behörden nicht alle notwendigen Genehmigungen erteilt hatten.[24]
Marketing

Das Logo der Weltausstellung zeigt eine Ansammlung roter Zellen, die das Leben und das Mitgestalten der Welt symbolisieren sollen.[25]

Das Maskottchen der Expo, welches das Logo um sein Gesicht herumträgt, wurde im Juli 2022 aus über 33.000 Einsendungen ausgewählt und erhielt den Namen Myaku Myaku, der für ein Weiterreichen von Generation zu Generation steht.[26]

Im Vorfeld der Expo wurden mehrere Flugzeuge der staatlichen Fluggesellschaft Japan Airlines mit Werbung für die Weltausstellung bemalt.[27]