Eysus

französische Gemeinde From Wikipedia, the free encyclopedia

Eysus ist eine französische Gemeinde mit 625 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Oloron-Sainte-Marie und zum Kanton Oloron-Sainte-Marie-1 (bis 2015: Kanton Oloron-Sainte-Marie-Est).

Schnelle Fakten
Eysus
Eysus (Frankreich)
Eysus (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Oloron-Sainte-Marie
Kanton Oloron-Sainte-Marie-1
Gemeindeverband Haut Béarn
Koordinaten 43° 8′ N,  35′ W
Höhe 236–416 m
Fläche 6,72 km²
Einwohner 625 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 93 Einw./km²
Postleitzahl 64400
INSEE-Code

Brücke über den Ourteau im Ortszentrum von Eysus
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Die Einwohner werden Eysusiens und Eysusiennes genannt.[1]

Geographie

Eysus liegt ca. 10 km südlich und damit im Einzugsbereich von Oloron-Sainte-Marie in der historischen Provinz Béarn.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Gurmençon Oloron-Sainte-Marie
Asasp-Arros Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Oloron-Sainte-Marie
Lurbe-Saint-Christau

Eysus liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour am rechten Ufer des Gave d’Aspe. Zwei seiner Nebenflüsse, der Ourtau und der Arrigouli, münden in den Gave im Gebiet der Gemeinde.[2]

Geschichte

Der Fund einer geschliffenen Axt attestiert eine Besiedelung in der Jungsteinzeit, der Fund einer Münze eine in der Zeit des Westgotenreichs.[3]

Bei einem Zensus im Jahr 1385 wurden in Eysus 24 Haushalte gezählt und vermerkt, dass das Dorf zur Bailliage von Oloron gehört.[4]

Die Gemeinde liegt auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela im Abschnitt zwischen Oloron und dem Col du Somport.[3]

Toponyme und Erwähnungen von Eysus waren:

  • Villa quœ vocatur Isuici (1077, laut Pierre de Marcas Buch Histoire de Béarn),
  • Ezus (13. Jahrhundert, for d’Oloron, Manuskript des 14. Jahrhunderts),
  • Esus (1251, Kopialbuch des Bistums Oloron) und
  • Eyssus, Eizus, Aisuus und Aïsus (1538, 1544, 1589 bzw. 1675, Manuskriptsammlung des 16. bis 18. Jahrhunderts).[4]

Einwohnerentwicklung

Nach Höchstständen der Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts von 1273 Einwohnern reduzierte sich die Zahl bei kurzzeitigen Phasen der Erholung bis zu den 1950er Jahren um insgesamt rund drei Viertel. Seitdem steigt sie wieder an und hat sich seitdem verdoppelt.

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner358347483572562612617697625
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EinwohnerJahr2004006008001000120014001750180018501900195020002050Eysus
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006,[5] INSEE ab 2009[6]

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Pierre
  • Herrenhaus vom Bois Labory. Das Schloss könnte unter Gaston II., genannt der Tapfere (le Preux), Graf von Foix und Vicomte von Béarn, errichtet worden sein. Heute ist vom ehemaligen Wohnsitz der Grundherren von Eysus nur eine Turmruine übrig geblieben. Dieser hat eine Höhe von ca. 6 m und einen Durchmesser von rund 10 m, wobei die Gesamthöhe des Gebäudes unbekannt ist.[9]

Wirtschaft und Infrastruktur

Ossau-Iraty

Eysus liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch.[10]

Landwirtschaf...IndustrieBaugewerbeHandel Tr...Öffentliche Verw...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014[11]
Gesamt = 48
Grundschule von Eysus

Bildung

Eysus verfügt über eine öffentliche Grundschule.[12]

Sport und Freizeit

Der Fernwanderweg GR 653 von Toulouse nach Jaca, der einem Abschnitt der Via Tolosana, dem südlichsten der vier Jakobswege, entspricht, führt durch das Ortszentrum.[13]

Verkehr

Die Gemeinde ist angeschlossen an die Routes départementales 238, 338 und 638.

Die Linie 63 des TER Aquitaine, einer Regionalbahn der staatlichen SNCF, bedient die Strecke von Pau nach Bedous über Oloron-Sainte-Marie, den heute betriebenen Teil der Bahnstrecke Pau–Canfranc. Der Schienenweg durchquert das Gemeindegebiet ohne Haltepunkt.

Jean Pierre Saurine

Persönlichkeiten

Jean Pierre Saurine, geboren am 11. März 1733 in Eysus, gestorben am 8. Mai 1813 in Sulz im elsässischen Département Haut-Rhin, war ein französischer Kleriker und Politiker während der französischen Revolution.

Einzelnachweise

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