Fabian Jank

deutscher Politiker (AfD) From Wikipedia, the free encyclopedia

Fabian Jank (* 1996 in Luckau) ist ein deutscher Politiker (AfD). Seit 2024 ist er Mitglied des Landtages von Brandenburg.

Leben

Nach eigener Aussage war Jank seit 2015 im politischen Vorfeld der Alternative für Deutschland aktiv, insbesondere bei Demonstrationen des flüchtlingsfeindlichen Vereins Zukunft Heimat.[1]

Jank studierte Agrarwissenschaften in Halle.[2]

2023 trat Jank in die AfD ein[3] und wurde im Januar 2024 zum stellvertretenden Vorsitzenden des AfD-Kreisverbandes Oberspreewald-Lausitz gewählt. Bei der Landtagswahl in Brandenburg 2024 wurde er über das Direktmandat im Landtagswahlkreis Oberspreewald-Lausitz II/Spree-Neiße IV in den Landtag gewählt.[4] Er ist landwirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion.[5] Am 7. Februar 2026 wurde Jank zum Vorsitzenden des brandenburgischen Landesverbandes der Generation Deutschland gewählt.[6]

Jank veröffentlichte Beiträge in den rechtsextremen Magazinen Compact und Die Kehre.[7][8]

Verbindungen zur Identitären Bewegung

Jank war an mehreren Aktionen der völkischen Identitären Bewegung (IB) beteiligt, darunter Banneraktionen an der Slawenburg Raddusch oder der Cottbusser Stadthalle.[5][1] Während seines Studiums wohnte Jank vom Oktober 2018 bis 2020 in einem Hausprojekt der IB.[9] Im Einstufungsvermerk des Verfassungsschutzes für die AfD Brandenburg wird Jank als „ehemaliger Aktivist“ der IB eingeschätzt.[10]

Im Oktober 2024 wurde Jank, der damals als Sachbearbeiter im Landwirtschaftsamt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz arbeitete, wegen seiner Aktivitäten für die Identitäre Bewegung gekündigt. Auf Anfrage des rbb teilte der Landkreis mit, dass es Jank "an der für eine vertragsgemäße Tätigkeit im öffentlichen Dienst geschuldeten Verfassungstreue ermangel[e]".[3]

Positionen

Jank strebt eine ökologische Profilierung der AfD an. Er forderte einen Austritt Deutschlands aus der gemeinsamen Agrarpolitik der EU.[11]

In einem Bürgerdialog behauptete Jank, dass Deutschland aufgrund von Migration überbevölkert sei. Ohne Migranten käme man auf 65 Millionen Einwohner, also etwa 20 Millionen weniger. Dies würde laut Jank „die Natur entlasten und Flächennutzungskonflikte minimieren.“[2][11] Dem Umwelthistoriker Nils M. Franke zufolge sind ähnliche Positionen bereits vom Umfeld der rechtsextremen NPD gut bekannt. Solche Meinungen bezögen sich auf die mittlerweile widerlegten Ideen des britischen Ökonomen Thomas Robert Malthus, aus denen auch die Nationalsozialisten ein Recht auf die Eroberung von „Lebensraum im Osten“ ableiteten.[11]

Einzelnachweise

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