Fabomotizol

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Fabomotizol ist ein angstlösender Arzneistoff, der Anfang der 2000er-Jahre als Afobazol (Tabletten) in Russland eingeführt wurde. Neben der Anxiolyse hat der Wirkstoff neuroprotektive Eigenschaften.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Fabomotizol
Allgemeines
Freiname Fabomotizol[1]
Andere Namen
  • 5-Ethoxy-2-(2-morpholin-4-ylethylsulfanyl)-1H-benzimidazol (IUPAC)
  • Obenoxazin
Summenformel C15H21N3O2S
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 9862937
ChemSpider 8038633
DrugBank DB13623
Wikidata Q2090655
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05BX04

Eigenschaften
Molare Masse 307,41 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Sedierung und Muskelrelaxation treten im Gegensatz zur Behandlung mit Benzodiazepinen unter Behandlung mit Fabomotizol nicht auf. Der Wirkungsmechanismus ist bislang wenig erforscht. Es gibt Hinweise auf Wirkung an GABA-Rezeptoren, Melatonin-Rezeptor-Antagonismus und Sigma-Rezeptor Agonismus.[4][5][6][7][8] Fabomotizol ist ein moderater reversibler MAO-A-Hemmer und interagiert ebenfalls mit dem serotonergen System. Dies scheint potenziell für die angstlösende Wirkung verantwortlich zu sein.

Klinische Studien ergaben, dass Fabomotizol gut vertragen wurde und solide effektiv in der Behandlung von Ängsten ist.[9]

Einzelnachweise

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