Faraz Shariat
deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor
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Faraz Shariat (eigentlich Faraz Shariat Zadeh Langroudi; * 1994 in Köln) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent.[1] Er hat sich durch seine Beiträge zum Film, insbesondere im Bereich queerer, feministischer und antirassistischer Themen, hervorgetan. Sein autobiografisch inspiriertes Spielfilmdebüt Futur Drei (englischer Originaltitel: No Hard Feelings) im Februar 2020 erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den renommierten Teddy Award. Shariat ist Mitbegründer des Berliner Filmkollektivs Jünglinge GmbH, das sich auf innovative und gesellschaftskritische Filmprojekte konzentriert.

Leben
Faraz Shariat (persisch فراز شریعت Farāz Scharīʿat) wurde 1994 im Kölner Stadtteil Porz geboren.[2] Seine Großeltern stammen aus Iran.[3][4] Nach ersten Regie- und Schauspielarbeiten am Schauspiel Köln begann er 2013 sein Studium der Szenischen Künste an der Universität Hildesheim. Dort entstand das zur Durchführung, Konzeption und Realisierung von Spiel-, Dokumentar- und Werbefilmen für Kino, Fernsehen und Web geschaffene Filmkollektiv JÜNGLINGE,[5] gemeinsam mit Paulina Lorenz und Raquel Dukpa.
Nach einem Dokumentarfilm und einigen Kurz- und Werbefilmen drehte Shariat sein autobiografisch geprägtes Spielfilmdebüt Futur Drei, das im Februar 2020 im Rahmen der Berlinale seine Premiere feierte. Das Drehbuch für den Film schrieb er in Zusammenarbeit mit Paulina Lorenz, die gemeinsam mit Shariat auch zudem im von Shariat mitbegründeten[6] Filmkollektiv JÜNGLINGE den Film produzierte.[7] Wie sein Protagonist wurde Shariat 2015 nach einem Ladendiebstahl zu 120 Sozialstunden als Persisch-Deutsch-Übersetzer verurteilt und lernte dort einen unbegleiteten minderjährigen Flüchtling kennen. Futur Drei wurde im Rahmen der First Steps Award 2019 als bester abendfüllender Spielfilm ausgezeichnet. Anfang Januar 2020 wurde der Film in die Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis aufgenommen. Im Mai 2023 wurde Shariat Mitglied der European Film Academy.[8]
Filmografie
- 2015: Ich bin euer Sohn (Kurzdokumentarfilm)
- 2017: Flight Facilities. Arty Boy
- 2020: Futur Drei (internationaler Titel: No hard feelings)
- 2020–2021: Druck (Fernsehserie, 6 Folgen)
- 2022: The Baby (Fernsehserie, 3 Folgen)
- 2024: Zeit Verbrechen (Miniserie, Regie bei Folge Love by Proxy)
- 2024: Schwarze Früchte (Fernsehserie, Produzent)
- 2026: Staatsschutz
Auszeichnungen (Auswahl)
Festival Internacional de Cine en Guadalajara
- 2020: Nominierung als Bester Spielfilm (Futur Drei)
- 2020: Auszeichnung mit dem Preis der Jury in der Sektion Premio Maguey (Futur Drei)[9]
Internationale Filmfestspiele Berlin
- 2020: Auszeichnung mit dem Teddy Award als Bester Spielfilm (Futur Drei)
- 2020: Auszeichnung mit dem Teddy Readers’ Award (Futur Drei)
- 2020: Nominierung als Bester Erstlingsfilm (Futur Drei)
- 2020: Zweitplatzierter des Panorama Publikumspreises (Futur Drei)[12][13]
- 2026: Panorama Publikumspreis (Staatsschutz)
- 2026: CICAE ART Cinema Award (Staatsschutz)
- 2026: Heiner-Carow-Preis (Staatsschutz)
Outfest Los Angeles
- 2020: Auszeichnung für das Beste Drehbuch mit dem Grand Jury Prize - International Narrative (Futur Drei)[14]
Preis der deutschen Filmkritik
- 2021: Nominierung für das Beste Spielfilmdebüt (Futur Drei)[15]
Weblinks
- Faraz Shariat bei IMDb
- Faraz Shariat bei Crew United