Farbiger

problematischer Begriff zur Bezeichnung nicht-hellhäutiger Menschen From Wikipedia, the free encyclopedia

Unter Farbigen versteht man nicht-weiße Menschen. Der Begriff entstammt rassistischen Ansichten[1] und historischen Rassentheorien. Er wird heute als problematisch angesehen. Besondere Bedeutung hatte und hat er in allen kolonialen Systemen, besonders der Rassentrennung.[2] Als Selbstbezeichnung war „farbig“ im Deutschen (anders als das englische „colored“) nie verbreitet.[3]

Zum einen bezeichnet der Ausdruck speziell Personengruppen mit erkennbar dunkler Hautfarbe, als Synonym für den Ausdruck Schwarze, diverse Gruppen Indiens oder Aborigines. In weiterem Sinne bezeichnet er Personen, die nicht hellhäutig („weiß“) sind, also alle Nichteuropäer (und deren Nachfahren weltweit), in noch weiterem Sinne auch Südeuropäer dunkleren Einschlags, womit der Begriff in den Kontext der Arier-Rassentheorie gerät. Dazu kommen dann Aspekte der „Mischlingsfrage“, sodass man auf Definitionen wie „eine braune oder schwarze Hautfarbe habend“ oder erweitert „eine braune, schwarze, rote oder gelbe Hautfarbe habend“ kam[4], wo sich neben der „schwarzen Rasse“ auch die „gelbe“ der „Asiaten“ und „rote“ der „Indianer“ findet, allesamt ebenfalls überkommene Konzepte des 18. und 19. Jahrhunderts.

Verwandte Ausdrücke:

Siehe auch

Wiktionary: Farbiger – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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