Farruquito

spanischer Flamenco-Tänzer From Wikipedia, the free encyclopedia

Farruquito, eigentlich Juan Manuel Fernández Montoya (* 1982 in Sevilla), ist ein spanischer Flamencotänzer.

Leben

Wie viele Flamenco-Künstler aus Andalusien zählt auch Farruquitos Familie zu den Gitanos. Seine Eltern sind der Flamencosänger Juan Fernández Flores „El Moreno“ und die Flamencotänzerin Rosario Montoya Manzano „La Farruca“. Er hatte jüngere Brüder, mit denen er häufig zusammen aufgetreten ist, und galt als Wunderkind. Tänzerisch wurde er von seinem Großvater, dem legendären Flamencotänzer El Farruco, gefördert und bereits 1991 der Öffentlichkeit präsentiert.[1] 1996 trat er in Bodas de Gloria auf, wo er von seinem Großvater bereits als der Kapitän der Kapitäne des Tanzes bezeichnet wurde. Mit El Farruco wirkte er außerdem in Flamenco von Carlos Saura mit.

Seit dem Tod seines Vaters durch Schlaganfall bei einem Konzert in Buenos Aires im Jahre 2001 ist Juan Montoya alias Farruquito Oberhaupt seines Familienclans. Im Jahr 2001 hatte er Auftritte mit seinem jüngeren Bruder Farru (nunmehr "Farruco" genannt), mit El Torombo und Jairo Barrul sowie bekannten Steppern aus New York in der Produktion Incognito von Francis Brunn. Farruquito heiratete im Alter von 23 Jahren Rosario Alcántara in der Kirche Cristo de los Gitanos in Sevilla auf traditionelle Art. Zu der anschließenden Feier waren mehr als 1.500 Gäste, darunter bekannte Flamenco-Künstler, geladen.

2004 zog sich Farruquito, nachdem er einen tödlichen Unfall mit Fahrerflucht verursacht hatte, von der Bühne zurück.[2]

Farruquito zählt zu den bekanntesten Bailaores (Tänzern) der jungen Flamenco-Generation. Er pflegt den Gitano-Stil, einen kraftvollen, energischen Tanzstil mit schneller Fußtechnik. Sein Credo lautet: "Wer aufhört zu tanzen, hat aufgehört zu existieren."

Einzelnachweise

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