Fatrasies

Musikalbum von François Houle, Kate Gentile und Alexander Hawkins From Wikipedia, the free encyclopedia

Fatrasies ist ein Musikalbum von François Houle, Kate Gentile und Alexander Hawkins. Die am 21. Mai 2023 beim 39. Festival International de Musique Actuelle de Victoriaville entstandenen Aufnahmen erschienen am 1. Mai 2024 auf Les Disques Victo.

Veröffent-
lichung

2024

Aufnahme

2023

Label(s)

Les Discques Victo

Format(e)

CD, Download

Schnelle Fakten Veröffent-lichung, Aufnahme ...
Fatrasies
Livealbum von François Houle, Kate Gentile & Alexander Hawkins

Veröffent-
lichung

2024

Aufnahme

2023

Label(s)

Les Discques Victo

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

5

Länge

57:24

Besetzung

Aufnahmeort(e)

Festival International de Musique Actuelle de Victoriaville

Chronologie

(2024)
Fatrasies François Houle: Meditations
(2024)
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Hintergrund

Der Klarinettist François Houle kam 2023 erstmals mit der Schlagzeugerin Kate Gentile und dem Pianisten Alexander Hawkins einen Festival-Auftritt zusammen; es entstanden dabei fünf ausgedehnte Improvisationen. „Eine Fatrasie ist ein Gedicht, in dem der Klang Vorrang vor der Bedeutung hat und in dem insbesondere Silbenwiederholungen zum Einsatz kommen. Hinter dieser Anhäufung von Sätzen mit besonderen Klangfarben verbergen sich manchmal Kritik oder Schmähschriften gegen die herrschende Macht“, hieß es in den Liner Notes.

Titelliste

  • François Houle, Kate Gentile, Alexander Hawkins – Fatrasies (Les Disques Victo – VICTO cd 13)[1]
  1. Tart Ara Mon Cueur (Molinet) 15:44
  2. Bel Homme Sans Tête (Arras) 11:42
  3. Revenons À Nos Moutons (Maître Pierre Pathelin) 10:51
  4. La Petite Bête (Louis Renard) 11:27
  5. Guillemette (Maître Pierre Pathelin) 7:40

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von François Houle.

Rezeption

Alexander Hawkins (2019)

Drei Meister der Improvisation aus drei verschiedenen Ländern würden nicht nur die Universalität der kreativen Musik bestätigen, sondern auch, dass sogenannte abstrakte Musik ebenso prägnant sein kann wie jede andere, meint Ken Waxman (JazzWord). Jede der fünf spontanen Kompositionen vereine die zurückhaltenden Trommelklänge und -geräusche der Amerikanerin Kate Gentile, das facettenreiche Klavierspiel des Briten Alexander Hawkins, das von meditativ bis aggressiv reiche, und die Klänge des Kanadiers François Houle, der mit zwei Klarinetten und Elektronik Texturen erzeuge, die von zischenden Trillern bis zu Dudelsack-artigen Drones reichten. Sparsam eingesetzt, um Töne zu verstärken, unterstreiche die Elektronik Houles Vielseitigkeit, da er durch das gleichzeitige Spielen beider Klarinetten oder deren Zerlegung für zusätzliche Klangfarben unverwechselbare Klänge erzeuge, die von fast undurchsichtig bis frei fließend reichen. Um nicht zurückzustehen, würde Hawkins unmittelbar auf die musikalischen Impulse der beiden Musiker reagieren. So verdopple er beispielsweise bei „La petite bête“ sein Tempo, um sich mit dem Klarinettisten zu vermischen, der die Tonleiter hinaufklettert.[2]

Bei „Tart ara mon cueur“ würde der Pianist, während sich die schwülstigen Töne der Bassettklarinette ausbreiten und intensivieren, von sanften Klängen zu weit ausladenden perkussiven Pedaleinsätzen wechseln, so Waxman weiter. Gentile reagiere ebenfalls schnell, und harte Schläge sowie Beckenklänge würden sich zu den Klaviermustern gesellen, um Houles Doppelklarinetten-Spiel angemessen zu umrahmen, sodass es gemäßigt und linear wirke. Das (bislang) gemeinsame demokratische Erbe dieser Länder könnte als Metapher dafür dienen, wie gut diese drei Musiker miteinander harmonieren.[2]

Einzelnachweise

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