Fedor Encke
deutscher Porträt- und Genremaler
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Carl Fedor Encke (* 13. November 1851 in Berlin; † 9. November 1926 in Bad Sachsa) war ein deutscher Porträt- und Genremaler.

in schwarzem Kleid
Leben
Fedor Encke war der Sohn des Berliner Kaufmannes Carl Friedrich Ferdinand Encke und dessen Frau Maria Anna, geb. Fabricius. Die Behauptung, er sei ein Nachfahre aus der Verbindung der Gräfin Lichtenau mit Friedrich Wilhelm II.[1], ist falsch. Fedor Encke war Bruder des Bildhauers Erdmann Encke (1848–1896) und Onkel des Bildhauers Eberhard Encke (1881–1936).
Fedor Encke studierte ab 1869 an der Preußischen Akademie der Künste Berlin bei Karl Gussow und ab 1872 an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar bei Theodor Hagen. Danach studierte er in Rom sowie von 1879 bis 1883 in Paris, zeitweise bei Mihály von Munkácsy.
Encke errichtete in den 1880er Jahren sein Atelier in Berlin. Daneben reiste er mehrmals nach Frankreich und den Vereinigten Staaten, um viele französische und amerikanische Prominente zu porträtieren, darunter auch den Präsidenten Theodore Roosevelt.
Während des Aufenthaltes in Paris 1902 porträtierte Encke die Bankiers John H. Harjes und John Pierpont Morgan. Beim Porträt Morgans nutzte Encke ein Lichtbild des Fotografen Edward Steichen.
Fedor Encke war seit 1890 verheiratet mit Eva Gertrud von Sanden (1856–1944).[2]
Ein 1909 datiertes Porträt des Bildhauers Wilhelm Wandschneider befindet sich im Burgmuseum Plau am See, dort befindet sich auch eine Bronzebüste des Sohnes Boto Encke (1896–1918) von der Hand Wandschneiders.
Literatur
- Encke, Fedor. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 10: Dubolon–Erlwein. E. A. Seemann, Leipzig 1914, S. 509–510 (Textarchiv – Internet Archive).
- Friedrich von Boetticher: Malerwerke des neunzehnten Jahrhunderts. Band 1, 1, Dresden 1891
- Ralph Boehm: Die Bad Sachsaer Maler. Heft 1 (1595–1945), Hrsg. Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa mit GLC Glücksburg Consulting AG, Bad Sachsa 2025, S. 8–10