Felix Jackson

deutsch-amerikanischer Drehbuchautor und Filmproduzent From Wikipedia, the free encyclopedia

Felix Jackson (geboren als Felix Raphael Joachimson am 5. Juni 1902 in Hamburg[1]; gestorben am 4. Dezember 1992 in Woodland Hills, Los Angeles[2]) war ein deutsch-amerikanischer Autor, Drehbuchautor und Filmproduzent.

Leben

Der Sohn des Kaufmanns Siegfried Joachimson und seiner Ehefrau Fanny besuchte die Schule in Wyk auf Föhr, dann drei Jahre ein Internat in Klosters. Nach dem Abitur am Mommsen-Gymnasium begann Joachimson ein Jura- und Ökonomiestudium in Freiburg.

1923 ging er nach Berlin und wurde Kritiker beim Börsen-Courier. Victor Barnowsky holte ihn als Assistent an seine Bühnen. Am 22. September 1927 wurde sein erstes Bühnenstück Fünf von der Jazzband unter der Regie von Erich Engel am Staatlichen Schauspielhaus uraufgeführt. Er schrieb Komödien, Musical-Librettos und bearbeitete Theaterstücke. 1930 wurde mit Wie werde ich reich und glücklich? unter der Regie von Max Reichmann erstmals eine seiner Komödien verfilmt.

Ab 1932 verfasste Joachimson Filmdrehbücher. Er schrieb die Drehbücher zu einer Reihe von Unterhaltungsfilmen, darunter Lachende Erben, Csibi, der Fratz, Kleine Mutti und zusammen mit Bruce Manning Sprechstunde für Liebe (Appointment for Love).

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam es bei der Berliner Premiere von Das häßliche Mädchen am 8. September 1933 zu antisemitischen Krawallen. Joachimsons Name wurde im Vorspann bereits verschwiegen. Im Oktober 1933 emigrierte er nach Budapest und Wien. Joe Pasternak engagierte ihn dort als Filmautor. Seither war Joachimson hauptsächlich für österreichisch-ungarische Co-Produktionen tätig.

Im Februar 1937 emigrierte er in die USA. Auch als Felix Jackson blieb er dem Genre des Unterhaltungsfilms treu, vorwiegend als Autor für die Columbia. Jackson betätigte sich ab 1943 auch als Film- und später Fernsehproduzent.

1956 veröffentlichte er den Roman So Help Me God: A Novel. Ab 1965 arbeitete er als freier Schriftsteller und schrieb mehrere Romane und Bühnenstücke.

Über seine Erlebnisse im faschistischen Deutschland schrieb er den autobiographischen Roman Secrets of the Blood, veröffentlicht 1980 und auf Deutsch 1993 im Alamo Verlag unter dem Titel Berlin, April 1933 erschienen.

Er war zeitweilig verheiratet mit der Filmschauspielerin Deanna Durbin.

Werke (Auswahl)

  • Wer sollte es sonst sein? Komödie in sieben Szenen. Ua 4. Dezember 1928, Komödienhaus, Berlin.
  • So Help Me God: A Novel.
  • Secrets of the Blood. 1980
    • Berlin, April 1933. Roman. Übersetzung Stefan Weidle. Nachwort Helmut G. Asper. Aachen : Alano, 1993

Filmografie (Auswahl)

Drehbuch
Produktion

Literatur

Einzelnachweise

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