Ferus Smit 4500
Küstenmotorschiffstyp
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Ferus Smit 4500 (auch FS 4500) bezeichnet einen Küstenmotorschiffstyp. Von dem Typ wurden mehrere Einheiten gebaut.
Skagenbank | ||||||||||||
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Geschichte
Die Schiffe wurden zwischen 2004 und 2008 auf der Werft Ferus Smit an den Standorten Westerbroek und Leer für verschiedene Reedereien gebaut. Sie werden in der europäischen Küstenfahrt eingesetzt.
Beschreibung
Die Schiffe werden von einem Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotor des Motorenherstellers Caterpillar (Typ MaK 8M25) mit 2640 kW Leistung angetrieben.[1] Der Motor wirkt über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Verstellpropeller mit Becker-Ruder. Die Schiffe sind mit einem mit 275 kW Leistung angetriebenen Bugstrahlruder ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen ein von der Hauptmaschine mit 350 kW Leistung angetriebener Wellengenerator und ein Dieselgeneratorsatz zur Verfügung. Hierfür wurden teilweise unterschiedliche Dieselmotoren verbaut, so ein von einem MAN-Dieselmotor des Typs D2866 mit 244 kW Leistung[2] oder ein von einem Scania-Dieselmotor des Typs DI-9 60M mit 218 kW Leistung. Ein weiterer entsprechender Dieselgeneratorsatz dient jeweils als Notgenerator.
Die Schiffe verfügen über einen kastenförmigen Laderaum. Der Laderaum ist 59,5 m lang, 11,5 m breit und 9,1 m hoch. Er verjüngt sich im vorderen Bereich auf einer Länge von 9,2 m. Im oberen Bereich des Laderaums befindet sich etwa in der Mitte in rund 6 m Höhe eine herausnehmbare Versteifung, ein sogenannter „Strongbeam“.[3] Der Laderaum ist mit zwölf Stapellukendeckeln verschlossen, die mithilfe eines Lukenwagens bewegt werden können. Die Kapazität des Laderaums beträgt 5974 m³. Die Tankdecke kann mit 15 t/m², die Lukendeckel können mit 1,75 t/m² belastet werden. Die Schiffe sind mit Getreideschotten zur Aufteilung des Laderaums ausgestattet. Die Schotten können auch als Zwischendeck genutzt und dann mit 3,5 t/m² belastet werden.[1]
Die Schiffe sind für den Transport von Containern vorbereitet. Die Containerkapazität beträgt 144 TEU. 102 TEU können im Laderaum, 42 TEU können an Deck geladen werden.
Die Decksaufbauten befinden sich im hinteren Bereich der Schiffe. Die Schiffe sind für den Betrieb mit sieben Besatzungsmitgliedern eingerichtet, für die Einzelkabinen zur Verfügung stehen.[1] Weiterhin steht eine Eignerkabine zur Verfügung.
Der Rumpf der Schiffe ist eisverstärkt (Eisklasse 1A). Die Masten können geklappt werden.
Schiffe
| Ferus Smit 4500 | ||||
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| Bauname | Bauort Baunummer | IMO-Nummer | Kiellegung Stapellauf Ablieferung | Umbenennungen und Verbleib |
| Flinterforest | Westerbroek 351 | 9313773 | 2. März 2004 10. Juli 2004 14. September 2004 | 2011: Forest, 2019: Silvamar |
| Flinterwave | Westerbroek 352 | 9313785 | 12. Mai 2004 23. Oktober 2004 26. November 2004 | 2011: Wave, 2019: Ferromar |
| Skagenbank | Leer 354 | 9313864 | 27. Mai 2004 14. Januar 2005 17. Februar 2005 | |
| Steenbank | Leer 355 | 9313876 | 5. November 2004 13. Mai 2005 16. Juni 2005 | |
| Gerarda | Leer 369 | 9341770 | 14. Juli 2005 13. Januar 2006 16. Februar 2006 | 2021: Karessa |
| Veritas | Leer 370 | 9341782 | 28. Februar 2006 29. September 2006 1. November 2006 | 2008: Dependent, 2017: Iceland, Umbau zum Zementfrachter[4] |
| Flinterfury | Westerbroek 376 | 9361330 | 22. März 2007 8. September 2007 5. Oktober 2007 | 2010: Norrfury, 2017: Pagadder, 2020: Celtic Raider |
| Tasman | Westerbroek 377 | 9361342 | 7. Juni 2007 3. November 2007 28. November 2007 | 2018: Norman |
| Flinterfortune | Westerbroek 378 | 9361354 | 12. September 2007 19. Januar 2008 14. Februar 2008 | 2011: Fortune, 2014: Bornholm, Umbau zum Zementfrachter[5] |
| Flinterjute | Westerbroek 379 | 9361366 | 27. November 2007 5. April 2008 29. April 2008 | 2011: Sylvia, 2014: Gotland, Umbau zum Zementfrachter[6] |
| Scheldebank | Leer 382 | 9439474 | 21. Februar 2007 19. Juli 2007 13. September 2007 | |
| Daten: Stichting Maritiem-Historische Data[7] | ||||
Weblinks
- GA-Plan (PDF, 835 kB)