Fetales CHAOS

seltene Störung der Lungenentwicklung beim Fötus From Wikipedia, the free encyclopedia

Das fetale CHAOS, Akronym für englisch Congenital High Airway (obere Luftwege) Obstruction Syndrome, ist eine sehr seltene angeborene, oft letal verlaufende Störung der Lungenentwicklung mit begleitender Herzschwäche während der Schwangerschaft, ausgelöst durch einen (eventuell unvollständigen) Verschluss der oberen Atemwege.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
Q31.8 Sonstige angeborene Fehlbildungen des Kehlkopfes
- Atresie
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Schließen

Einteilung

Es können drei Formen unterschieden werden:[3]

Klinische Erscheinungen

Während der Schwangerschaft bildet sich stets Flüssigkeit in den Lungen des Ungeborenen nach. Bedingt durch den Verschluss kommt es zu Stauungen, so dass das Lungenvolumen und der Pleuradruck unnatürlich größer wird und infolge das Wachstum und die weitere Entwicklung des Herzens verhindert und das Herzzeitvolumen vermindert wird.[2]

Auch Aszites wird beim fetalen CHAOS häufig beobachtet.

Es besteht eine Assoziation mit dem Fraser-Syndrom[1] und weiteren Fehlbildungen.[4]

Diagnostik

Hauptverfahren in der Pränataldiagnostik ist die Sonografie, die folgende Veränderungen bereits ab dem ersten Trimester nachweisen kann:[1][5][6][7]

eventuell fetale Anasarka und Polyhydramnion

Die gleichen Auffälligkeiten sind auch unmittelbar nach der Geburt nachweisbar.[8]

Mit der fetalen MRT steht ein weiteres bildgebendes Verfahren zur Verfügung.

Therapie

Mittels der Fötalchirurgie kann versucht werden, die oberen Atemwege noch während der Schwangerschaft wieder zu öffnen, um Herz und Lunge zu entlasten.[9] Mit einem spezialisierten Entbindungsverfahren (EXIT) unter Einbeziehung von Anästhesisten, Neonatologen, Hals-Nasen-Ohren Ärzten und Geburtshelfern besteht die Möglichkeit, die Beatmungstherapie einzuleiten. Unbehandelt ist diese Erkrankung fast ausnahmslos tödlich.

Literatur

  • D. Paoletti, M. Robertson: Congenital high airways obstruction syndrome - first and second trimester diagnosis. In: Australasian journal of ultrasound in medicine. Band 17, Nummer 2, Mai 2014, S. 82–84, doi:10.1002/j.2205-0140.2014.tb00111.x, PMID 28191213, PMC 5024938 (freier Volltext).
  • T. Kohl, P. Van de Vondel, R. Stressig, H. C. Wartenberg, A. Heep, S. Keiner, A. Müller, A. Franz, S. Fröhlich, W. Willinek, U. Gembruch: Percutaneous fetoscopic laser decompression of congenital high airway obstruction syndrome (CHAOS) from laryngeal atresia via a single trocar–current technical constraints and potential solutions for future interventions. In: Fetal Diagnosis and Therapy. Band 25, Nummer 1, 2009, S. 67–71, doi:10.1159/000200017, PMID 19202341.
  • M. H. Hedrick, M. M. Ferro, R. A. Filly, A. W. Flake, M. R. Harrison, N. S. Adzick: Congenital high airway obstruction syndrome (CHAOS): a potential for perinatal intervention. In: Journal of pediatric surgery. Band 29, Nummer 2, Februar 1994, S. 271–274, PMID 8176604.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI