Fetch
Länge der Anlaufstrecke eines Windes über einer Wasserfläche
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Als Fetch oder Streichlänge (auch Windlauflänge oder Wirkweg) wird die horizontale Strecke in Windrichtung über einer Wasserfläche bezeichnet. Die auf die Wasseroberfläche einwirkenden Windschubspannungen erzeugen in Windrichtung eine entsprechend höhere und längere Wasserwelle, sodass sich dadurch eine große Wassermasse in Windrichtung bewegt. Der durch Wind verursachte höhere Wasserstand wird in der Hydrologie als Windstau bezeichnet,[1] dessen Höhe abhängig ist von Fetch, Windstärke und Zeitdauer des Windes.

In der Folge entstehen an der auftreffenden Küste sehr hohe Wasserstände und heftige Welleneinwirkungen, die zu enormen Zerstörungen führen können. Besonders ist dies Phänomen an der Ostsee bei Ostseesturmhochwasser oder bei Sturmflut in der Nordsee zu beobachten. Auf einer Insel macht sich der Windstau dadurch bemerkbar, dass auf der Luv-Seite der Insel die Wellen in aller Regel höher sind als auf der Lee-Seite. Bei entsprechenden Windlagen kann Windstau auch im Binnenland an längeren Kanalhaltungen oder großen Seen und Talsperren auftreten.