Fiat Grande Panda

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Der Fiat Grande Panda ist ein Kleinwagen des italienischen Automobilherstellers Fiat, der seit 2024 produziert wird. Er basiert auf der Smart-Car-Plattform, die er mit dem Citroën C3 der vierten Generation, dem Citroën C3 Aircross der dritten Generation und dem Opel Frontera teilt, und ist als Benzin-Mildhybrid und batterieelektrisch erhältlich.

Schnelle Fakten Grande Panda ...
Fiat
Bild
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Fiat Grande Panda auf der Auto Zürich 2024
Grande Panda
Produktionszeitraum seit 2024
Klasse Kleinwagen
Karosserieversionen Kombilimousine
Motoren Ottomotoren:
1,2 Liter
(74–81 kW)
Elektromotor:
83 kW
Länge 3999 mm
Breite 1763 mm
Höhe 1570–1629 mm
Radstand 2540 mm
Leergewicht 1220–1554 kg
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Heckansicht

Geschichte

Erste Bilder des Fahrzeugs wurden am 14. Juni 2024 veröffentlicht.[1] Offiziell vorgestellt wurde es am 11. Juli 2024 im Turiner Stadtteil Lingotto anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Marke Fiat. Die Markteinführung erfolgte im März 2025.[2] Gebaut wird der Grande Panda im serbischen Kragujevac.[3] Technisch basiert der Wagen auf der sogenannten CMP-Smart-Car-Plattform von Stellantis.[4] Er ist daher technisch ähnlich zur 2023 vorgestellten vierten Generation des Citroën C3, soll aber zu einem etwas höheren Preis angeboten werden.[5]

Mit einer Länge von rund vier Metern ist der Grande Panda deutlich länger als der Panda, der weiter im Angebot des Herstellers bleibt. Nach dem 2018 eingestellten Punto hat Fiat somit in Europa wieder ein Modell im Kleinwagen-Segment im Portfolio.[6]

Kubische Form ähnlich dem ersten Panda

Optisch übernimmt der Grande Panda einige Elemente des ersten Panda. Er soll demnach durch rechteckig bzw. kubisch gestaltete Formen auf das 1980 vorgestellte Modell anspielen. In die Türen ist der Modellname eingeprägt, der Markenname in die Heckklappe.[6]

Einen ersten Ausblick auf einen neuen Panda zeigte Fiat bereits auf dem Genfer Auto-Salon im März 2019 mit dem Konzeptfahrzeug Centoventi.[7] Seriennäher war dann die Studie City-Car, die im Februar 2024 vorgestellt wurde.[8] Bei der Vorstellung des Grande Panda wurden noch zwei weitere Modelle der Panda-Familie angekündigt. Bei ersterem handelt es sich um ein SUV, das ähnlich zum Citroën C3 Aircross und zum Opel Frontera sein dürfte, das zweite ist ein SUV-Coupé ähnlich zum Citroën Basalt.[9] Mit der Studie Grande Panda 4×4 zeigte Fiat im Mai 2025 außerdem einen ersten Ausblick auf eine Allrad-Version der Baureihe. Im Gegensatz zu den bisherigen Panda-4×4-Modellen handelt es sich jedoch um eine Variante, bei der der Verbrennungsmotor an der Vorderachse ergänzt wird um einen elektrischen Antrieb der Hinterachse.[10] Eine vergleichbare Konstruktion fertigte Stellantis bereits zwischen 2020 und 2025 im Jeep Renegade 4xe.

Technik

Wie den C3 soll es den Grande Panda sowohl mit Verbrennungsmotor als auch mit Elektromotor geben. Bei der Vorstellung im Juli 2024 wurde nur die elektrisch angetriebene Version näher spezifiziert. Sie hat eine maximale Leistung von 83 kW (113 PS) und verwendet einen Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator von SVolt mit einem Energieinhalt von 44 kWh. Nach dem WLTP-Zyklus ergibt sich so eine Reichweite von rund 320 km. Die maximale Ladeleistung bei Wechselstrom wird mit 11 kW, bei Gleichstrom mit 100 kW angegeben. Erstmals bei einem Elektroauto ist beim Grande Panda ein fest installiertes Ladekabel – gegen Aufpreis – erhältlich.[11] Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 132 km/h.[6][4][12] Daten zum Verbrenner wurden im Januar 2025 bekannt gegeben. Der aufgeladene 1,2-Liter-Ottomotor ist als Mild-Hybrid ausgeführt und leistet maximal 81 kW (110 PS).[13] Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.[14] Seit September 2025 ist dieser Motor auch ohne Elektrifizierung erhältlich.[15]

Das Armaturenbrett des Grande Panda ist oval ausgeführt und soll an die Rennstrecke auf dem Dach des Fiat-Werks in Lingotto erinnern. Es beinhaltet zwei Bildschirme; zum einen ein 10-Zoll-Display als Instrumententafel und zum anderen einen Touchscreen in der Mittelkonsole mit einer Diagonale von 10,25 Zoll für das Infotainment-System. Am Rande dieses Touchscreens befindet sich die Silhouette des ersten Panda. Am Armaturenbrett befinden sich verschiedene Ablagefächer mit insgesamt 13 Litern Stauraum. Der Kofferraum der elektrisch angetriebenen Variante fasst 361 Liter; das Volumen mit umgelegten Sitzen wird mit 1315 Liter angegeben.[16] Die Verbrenner-Version fasst 51 Liter mehr.[17]

Technische Daten

Weitere Informationen Benziner 1.2, Hybrid 1.2 ...
Benziner 1.2 Hybrid 1.2 Elektromotor 113
Bauzeitraum seit 09/2025 03/2025–04/2025 seit 04/2025 seit 03/2025
Motorkenndaten
Motorart R3-Ottomotor Permanentmagnet-Synchronmotor
Motoraufladung Turbolader
Hubraum 1199 cm³
max. Leistung 74 kW (101 PS) bei 5500/min 81 kW (110 PS) bei 5500/min 83 kW (113 PS)
max. Drehmoment 205 Nm bei 1750/min 122 Nm
Kraftübertragung
Antrieb Vorderradantrieb
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe Eingang-Reduktionsgetriebe
Antriebsbatterie
Zellchemie Lithium-Ionen-Akkumulator Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator
Energieinhalt 0,89 kWh 44 kWh
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 132 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 10,6 s 10,0 s 11,2 s 11,0–11,5 s
Kraftstoff-/ Energieverbrauch
auf 100 km nach WLTP
5,6–5,7 l Super 5,4 l Super 5,1 l Super 17,4 kWh
CO2-Emission nach WLTP 129–131 g/km 123 g/km 116–117 g/km 0 g/km
Elektrische Reichweite nach WLTP 320 km
Tankinhalt 44 l
Abgasnorm nach EU-Klassifikation Euro 6e
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Zulassungszahlen in Deutschland

Im ersten Verkaufsjahr 2024 ließen sich die Fiat Grande Panda in der KBA-Statistik noch nicht von den Fiat Panda/Pandina/Pandina Cross trennen. Erst im Verlauf von 2025 gab es getrennte Zulassungszahlen des Grande Panda, die batterie-elektrischen Neuzulassungen überwogen dabei leicht gegenüber den Mild-Hybrid-Benzinern. Es bleiben dabei aber Unsicherheiten in der Aufteilung der Mild-Hybrid-Benziner auf Panda/Pandina/Pandina Cross und Grande Panda.

Commons: Fiat Grande Panda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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