Fichte Berlin

deutscher Sportverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Arbeiter-Turn- und Sportverein Fichte Berlin war der größte und wettkampfstärkste Sportverein der Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit. Der 1890 gegründete Turnverein wuchs bis auf 8000 Mitglieder in 48 Abteilungen. In der Namensgebung bezog sich der Verein auf den Philosophen Johann Gottlieb Fichte[1]. In ganz Deutschland bestanden Fichte-Vereine. Zum Stammverein gehörten unter anderem Fichte Eimsbüttel Hamburg, Fichte Bielefeld, Fichte Hagen, Fichte Halle, Fichte Leipzig und Fichte Nord-Berlin. Fichte Ost-Berlin schloss sich 1924 mit Sparta Lichtenberg zusammen.[2] Die Handballabteilung führte 1919 als erster Handballverein in Deutschland den Meisterschaftsbetrieb ein. Der Gesamtverein wurde 1933 mit der Reichstagsbrandverordnung als kommunistische Organisation verboten und am 2. Mai 1933 zwangsweise geschlossen.[3]

Mitglieder

Gruppenfoto von der Berliner Gedenktafel

Literatur

  • Herbert Dierker: „Größter Roter Sportverein der Welt“. Der Berliner Arbeitersportverein Fichte in der Weimarer Republik. In: Hans Joachim Teichler, Gerhard Hauk: Illustrierte Geschichte des Arbeitersports. J.H.W. Dietz, Berlin / Bonn 1987, S. 93–104.
  • Lothar Skorning, Herbert Dierker: „Gleich sei alles, was Menschenantlitz trägt.“ Zum 100. Jahrestag der Gründung des Turnvereins Fichte Berlin. In: Sozial- und Zeitgeschichte des Sports, 1990, Heft 2, S. 7–41
  • Walter Giese, Herbert Dierker, Gerd Steins: „Frisch heran! Brüder, hört ihr das Klingen!“ Zur Alltagsgeschichte des Berliner Arbeitersportvereins Fichte; Erinnerungen des ehemaligen Fichtesportlers Walter Giese. In: Materialien zur Niedersächsischen Sportgeschichte. Band 3. Mecke, Duderstadt 1991, ISBN 3-923453-15-9.
Commons: Fichte Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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