Flammendes Tal

Film From Wikipedia, the free encyclopedia

Flammendes Tal (Originaltitel: Copper Canyon) ist ein US-amerikanischer Western von John Farrow aus dem Jahr 1950 mit Ray Milland und Hedy Lamarr in den Hauptrollen. Der Film wurde von Paramount Pictures produziert.

TitelFlammendes Tal
OriginaltitelCopper Canyon
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Flammendes Tal
Originaltitel Copper Canyon
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1950
Länge 84 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie John Farrow
Drehbuch Jonathan Latimer
Produktion Mel Epstein
Musik Daniele Amfitheatrof
Kamera Charles Lang
Schnitt Eda Warren
Besetzung
Synchronisation
Schließen

Handlung

Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg tritt Johnny Carter als Kunstschütze auf. Die ehemaligen konföderierten Soldaten Bill Newton, Jeb Bassett und Scamper Joad werden auf ihn aufmerksam, halten ihn jedoch für den Südstaaten-Colonel Desmond. Die drei wenden sich an Carter, um seine Hilfe zu erbitten. Als ehemalige Südstaatler leiden sie unter Diskriminierungen in ihrer Stadt Coppertown, außerdem haben sie ihre Kupferclaims verloren. Carter erklärt ihnen, dass er nicht Desmond sei und ihnen nicht helfen könne.

In Coppertown werden der Sheriff Wattling und vor allem die Männer um den fiesen Deputy Lane Travis von einem Minensyndikat im Osten bezahlt, Südstaatler zu diskreditieren, damit sie im Minengeschäft keinen Fuß fassen können. Moss Balfour, der Betreiber einer Schmelze, nimmt kein Erz von den Ex-Konföderierten an. Daher muss Theodosius Roberts, der Schwager des besagten Colonel Desmond, sein Erz zu einem anderen Schmelzwerk bringen. Seine Erzfuhren werden oft angegriffen. Roberts begegnet Lieutenant Ord, der auf der Suche nach Desmond ist. Dieser ist aus einem Unionsgefängnis entflohen und hat 20.000 Dollar mitgehen lassen. Desmonds Tochter Caroline, eine Kriegswitwe, verteidigt ihren Vater, den sie nie kennengelernt hat.

Carter kommt doch nach Coppertown, angeblich eingesprungen für den italienischen Sänger einer Showtanzgruppe. Schon bald findet er heraus, dass auch die attraktive Saloonbesitzerin Lisa Roselle in die Kampagne gegen die Südstaatler verwickelt ist. Er versucht, sich bei ihr einzuschmeicheln, und macht sich damit bei Deputy Travis sowohl aus privaten wie auch geschäftlichen Gründen unbeliebt. Der Widerstand von Jeb Bassett gegen Travis und Balfour wird dem selbigen schließlich zum Verhängnis – er und zwei seiner drei Söhne werden in einem Saloon aus dem Hinterhalt erschossen. Bassetts Frau und der jüngste Sohn verlassen daraufhin Coppertown; Roberts hingegen hat sich zum Verbleib entschlossen. Mit Carters Hilfe plant er eine sichere Route für seinen nächsten Erztransport.

Durch den Spitzel Mullins erfährt Travis von den Plänen; er befiehlt Lisa, Carter abzulenken, damit er und seine Männer die Wagen ungestört angreifen können. Carter erkennt die List und schafft es, den Angriff abzuwehren. Lisa hat sich in Carter verliebt, weshalb sie ihn vor dem wütenden Travis mit der falschen Aussage, er sei die ganze Nacht in seinem Hotel gewesen, beschützt. Doch gänzlich trauen tut der Kunstschütze ihr darob noch nicht. Der Versuch eines Henderson, Mittelsmann des Syndikats, Lisa zur Räson zu bringen, scheitert, weil die resolute Lady von den zunehmenden Grausamkeiten angewidert ist. Die Wagen von Roberts erreichen die Schmelze. Der Erlös wird jedoch von der Travis-Bande geraubt und Carter für den Raub verantwortlich gemacht.

Auch Caroline und Ord haben sich ineinander verliebt. Beide suchen Carter auf und wollen ihn dazu bringen, zuzugeben, dass er Desmond sei. So könne man ihn an die Behörden ausliefern und vor Travis schützen. Carter lehnt ab und erklärt, dass die Dollars, die er angeblich gestohlen habe, in Wahrheit ihm gehören. Daraufhin wünscht der Gefangene, Balfour zu sehen. Mit einem Zitat Abraham Lincolns kann er ihn überzeugen, dass Diskriminierung moralisch falsch sei.

Als Balfour kurz darauf von Travis hinterrücks erschossen wird, sind die verbliebenen Südstaatler bereit, ihre Claims an Henderson zu verkaufen. Lisa befreit Carter aus dem Gefängnis, der dann die Verkaufsprozedur stoppt. Travis hat sich derweil mit seinen Männern zur Schmelze zurückgezogen, wo er auf einen letzten vernichtenden Schlag gegen die Erzförderer hofft. Aber Carter nutzt, unterstützt von Ltn. Ord und vielen Minenkumpels, seine militärischen Erfahrungen und besiegt die Schurken; während des Kampfes kann Carter den Oberschurken Travis eliminieren, und die verbliebenen Bandenmitglieder werden festgenommen. Danach zieht der Friede in Coppertown ein: Caroline und der zum Captain beförderte Ord verloben sich, derweil brechen Lisa und Carter nach San Francisco auf.

Produktion

Gedreht wurde der Film vom 14. April bis Anfang Juni 1949 in den Paramount-Studios in Los Angeles. Weitere Aufnahmen entstanden in Arizona, u. a. in Sedona und Flagstaff und im Coconino National Forest sowie bei den Vasquez Rocks in Kalifornien.

Stab und Besetzung

Hans Dreier und Franz Bachelin waren die Filmarchitekten, Sam Comer und Ross Dowd die Szenenbildner. Edith Head und Gile Steele waren für die Kostüme verantwortlich, Wally Westmore für das Make-up.

In kleinen nicht im Abspann erwähnten Nebenrollen traten Richard Alexander, Trevor Bardette, Harry Cording, Julia Faye, Stuart Holmes und Joanne Linville in ihrem Filmdebüt auf.

Der Titelsong Copper Canyon wurde von Ray Evans und Jay Livingston geschrieben.

Synchronisation

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchronsprecher[1]
Johnny Carter Ray Milland Peter Pasetti
Lisa Rochelle Hedy Lamarr Carola Höhn
Marshal Travis Macdonald Carey Hans Hinrich
Caroline Desmond Mona Freeman Eleonore Noelle
Lt. Ord Harry Carey jr. Wolfgang Preiss
Mullins Frank Faylen Wolfgang Eichberger
Ma Tarbet Hope Emerson Eva Eras
Theodosius Roberts Taylor Holmes Walter Holten
Jeb Bassett James Burke Werner Lieven
Scamper Joad Percy Helton Bum Krüger
Sheriff Wattling Philip Van Zandt Werner Lieven
Professor Ernö Verebes Anton Reimer
Bat Laverne Paul Lees John Pauls-Harding
Mr. Henderson Ian Wolfe Anton Reimer
Ansager beim Tanz Les Gotcher Anton Reimer
Schließen

Veröffentlichung

Die Premiere des Films fand am 2. Februar 1950 im Vereinigten Königreich statt. Der US-Start erfolgte erst am 23. Oktober 1950 in Los Angeles. In der Bundesrepublik Deutschland kam er am 17. August 1951 in die Kinos, in Österreich am 14. September 1951.

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Nach den üblichen Spannungsrezepten konstruierter matter Western.“[2] Die Filmzeitschrift Cinema bezeichnete die Produktion als „Western, so matt wie angelaufenes Kupfer“.[3]

Bosley Crowther von der New York Times monierte die schablonenhaften Klischees. Hinzu käme die Humorlosigkeit des Drehbuchautors und des Regisseurs.[4]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI