Flexdorf
Ortsteil der Stadt Fürth, Bayern, Deutschland
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Flexdorf (fränkisch: Flegs-doaf[2]) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Fürth (Mittelfranken, Bayern).[3] Flexdorf liegt in der Gemarkung Vach.[4]
Flexdorf Kreisfreie Stadt Fürth | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 31′ N, 10° 57′ O |
| Höhe: | 295 m ü. NHN |
| Einwohner: | 97 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 90768 |
| Vorwahl: | 0911 |
Flexdorf Luftaufnahme (2020) | |
Geographie
Das Dorf liegt im nördlichen Stadtgebiet am linken Ufer der Zenn. Der Main-Donau-Kanal führt am östlichen Ortsrand vorbei. Am Nordwesten grenzt das Flurgebiet Steingäßlein an. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Vach zur Kreisstraße FÜs 1 (0,7 km nordöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Ritzmannshof (1,4 km östlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei Vach (1,4 km nördlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1276 als „Flechsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens kann das althochdeutsche Wort „flëch“ (Landstrich, Platz, Stelle) sein oder aber auch der Familienname Fleck.[6] 1326 verkauften die Herren von Hohenlohe-Brauneck mit der Herrschaft Gründlach auch die Flexdorfer Mühle an die Nürnberger Burggrafen. Ab 1342 gelangte das Dorf in den Besitz von Nürnberger Bürgern und Stiftungen, darunter das Heilig-Geist-Spital und das Landalmosenamt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Flexdorf 7 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Grundherren waren die Reichsstadt Nürnberg: Landesalmosenamt (1 Hof, 1 Mühle), Spitalamt (2 Höfe) und die Nürnberger Eigenherren von Haller (1 Gut), von Kreß (1 Gut) und von Oelhafen (1 Gut). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Grundherren im Wechsel.[7]
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Flexdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vach und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Vach zugeordnet.[8]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Flexdorf am 1. Juli 1972 ein Gemeindeteil der Stadt Fürth.[9]
Baudenkmäler
In Flexdorf gibt es zwei Baudenkmäler:[10]
- Flexdorfer Straße 30: Bauernhof
- Flexdorfer Straße 34: Stall und Scheune
Einwohnerentwicklung
Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Matthäus (Vach) gepfarrt.[7][20] Die Katholiken sind nach Herz Jesu (Mannhof) gepfarrt.[22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Flechsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 153 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 95.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 114–115 (Digitalisat). Ebd. S. 234 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Flechsdorff. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 479 (Digitalisat).
- Wolfgang Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 1). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1963, DNB 455524629, S. 36–37.
Weblinks
- Flexdorf. In: FürthWiki. Abgerufen am 21. Juli 2023.
- Flexdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Flexdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 26. September 2019.
- Flexdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.
