Flupyrsulfuron-methyl

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Flupyrsulfuron-methyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe, welche etwa im Jahr 2000 von DuPont als Herbizid eingeführt wurde.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Flupyrsulfuron-methyl
Allgemeines
Name Flupyrsulfuron-methyl
Andere Namen

Methyl-2-{[(4,6-dimethoxy-2-pyrimidinyl)­carbamoyl]sulfamoyl}-6-(trifluormethyl)­nicotinat (IUPAC)

Summenformel
  • C15H14F3N5O7S
  • C15H13F3N5NaO7S (Na-Salz)
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 170354
ChemSpider 148951
Wikidata Q61984868
Eigenschaften
Molare Masse
  • 465,36 g·mol−1
  • 487,34 g·mol−1 (Na-Salz)
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

165–170 °C[1]

Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser (0,6 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 410
P: 273[3]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Verwendung

Flupyrsulfuron-methyl wurde als systemisches und selektives Herbizid eingesetzt, welches über Hemmung der Acetolactat-Synthase wirkt. Die Biosynthese der Aminosäuren mit verzweigten Seitenketten wie L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin wird unterbunden.

Es wirkt besonders gut gegen Acker-Fuchsschwanzgras und Gemeinen Windhalm sowie gut gegen Kamille, Kornblume, Storchschnäbel, Ausfallraps und Vogelmiere;[5] das Acker-Fuchsschwanzgras hat jedoch bereits Resistenzen ausgebildet.[6]

Flupyrsulfuron-methyl war in Deutschland ein vergleichsweise teures Herbizid.

Zulassung

In den Staaten der EU ist die Genehmigung von Flupyrsulfuron als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln am 30. Juni 2016 ausgelaufen. Auch in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff nicht mehr im Handel.[7]

Einzelnachweise

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