Fluquinconazol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Fluquinconazol ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Triazole und Conazole.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Fluquinconazol
Allgemeines
Name Fluquinconazol
Andere Namen

3-(2,4-Dichlorphenyl)-6-fluor-2-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)-chinazolin-4-(3H)-on

Summenformel C16H8Cl2FN5O
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 136426-54-5
EG-Nummer 411-960-9
ECHA-InfoCard 100.101.135
PubChem 86417
ChemSpider 77933
Wikidata Q1355196
Eigenschaften
Molare Masse 376,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

1,58 g·cm−3 (Schüttdichte)[1]

Schmelzpunkt

191 °C[1]

Siedepunkt

320 °C (Zersetzung)[1]

Dampfdruck

6,4·10−6 mPa (20 °C)[3]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301311331315372410
P: 270273280301+310303+361+353304+340+310[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Fluquinconazol kann durch Reaktion von 5-Fluoranthranilsäureamid mit 2,4-Dichlorphenylisocyanat, Phosphoroxychlorid und dem Kaliumsalz von 1,2,4-Triazol gewonnen werden.[3]

Synthese von Fluquinconazol
Synthese von Fluquinconazol

Eigenschaften

Fluquinconazol ist ein farbloser Feststoff, der praktisch unlöslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Fluquinconazol wird als Fungizid gegen Schlauchpilze, Deuteromycetes und Ständerpilze verwendet. Es beeinflusst die Ergosterol-Biosynthese durch Hemmung der Demethylierung von Steroiden.[5]

Zulassung

Fluquinconazol wurde 1992 auf den Markt gebracht und war seit 1997 zugelassen.[6][7]

In der Europäischen Union wurde Fluquinconazol 2008 zunächst nicht in die Liste der zulässigen Wirkstoffe aufgenommen, bestehende Zulassungen wären bis Ende 2011 zu widerrufen gewesen.[8] Diese Entscheidung wurde 2011 aufgehoben, seit Januar 2012 durfte Fluquinconazol in der Europäischen Union für Anwendungen als Fungizid zugelassen werden,[9] diese Zulassung ist jedoch am 31. Dezember 2021 ausgelaufen.[10]

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff mehr im Handel.[10]

Einzelnachweise

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