Fluroxypyr

organische Halogenverbindung, zugelassenes Herbizid From Wikipedia, the free encyclopedia

Fluroxypyr ist eine organische Verbindung, die zu den Heterocyclen (genauer: Heteroaromaten) zählt. Sie besteht aus einem Pyridinring, der vielfach substituiert ist.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Fluroxypyr
Allgemeines
Name Fluroxypyr
Andere Namen

4-Amino-3,5-dichlor-6-fluor-2-pyridyloxy­essigsäure

Summenformel C7H5Cl2FN2O3
Kurzbeschreibung

weiße Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer (Listennummer) 614-957-2
ECHA-InfoCard 100.126.253
PubChem 50465
ChemSpider 45757
Wikidata Q13416874
Eigenschaften
Molare Masse 255,03 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,09 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

232–233 °C[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (91 mg·l−1 bei 20 °C)[1]
  • löslich in Methanol[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: 412
P: 273501[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Fluroxypyr kann durch Reaktion von 4-Amino-2,3,5-trichlor-6-fluorpyridin mit Natriumhydroxid, Butylchloracetat sowie Chlorwasserstoff gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Fluroxypyr ist ein weißer Feststoff, der gering löslich in Wasser ist.[1] Er ist stabil gegenüber einer Hydrolyse.[2]

Verwendung

Fluroxypyr wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet.[1] Es ist ein systemisches und selektives Herbizid aus der Klasse der Wuchsstoffe[5], das bevorzugt im Nachauflauf eingesetzt wird.[6]

Zulassung

Der Wirkstoff Fluroxypyr wurde in der Europäischen Union im Jahre 2000 für Anwendungen als Herbizid in die Liste der zulässigen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe aufgenommen.[7] Nach einer zwischenzeitlichen Verlängerung der Zulassung wurde die Verwendung von Fluroxypyr 2011 erneut genehmigt.[8]

In einer Reihe von EU-Staaten, unter anderem in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[9]

Einzelnachweise

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