Fluxapyroxad

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Fluxapyroxad ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Anilide und Pyrazole.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Fluxapyroxad
Allgemeines
Name Fluxapyroxad
Andere Namen

3-(Difluormethyl)-1-methyl-N-(3′,4′,5′-trifluor­biphenyl-2-yl)pyrazol-4-carboxamid

Summenformel C18H12F5N3O
Kurzbeschreibung

beiger Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 907204-31-3
EG-Nummer (Listennummer) 620-041-3
ECHA-InfoCard 100.107.372
PubChem 16095400
ChemSpider 17253690
Wikidata Q15632875
Eigenschaften
Molare Masse 381,30 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

157 °C[1]

Siedepunkt

Zersetzung bei 229 °C[2]

Dampfdruck

2,7·10−9 Pa (20 °C)[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 351362410
P: 201202260263273308+313[4]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Fluxapyroxad ist ein als Reinstoff weißes, als technisches Produkt beiges Pulver, das praktisch unlöslich in Wasser ist.[5] Es ist stabil gegenüber Photolyse in wässriger Lösung sowie Hydrolyse bei pH-Werten von 4, 5, 7 und 9.[2][5]

Verwendung

Fluxapyroxad wird als Fungizid verwendet. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Succinat-Dehydrogenase im Komplex II der mitochondrialen Atmungskette.

Zulassung

Fluxapyroxad wurde von BASF entwickelt und in den USA 2012 erstmals zugelassen.[6]

Die EU-Kommission hat die Verwendung des Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffs Fluxapyroxad mit Wirkung vom 1. Januar 2013 genehmigt.[7]

In einer Reihe von EU-Staaten, unter anderem in Deutschland und Österreich, sowie in der Schweiz sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff gegen verschiedene Pilzkrankheiten bei Getreide zugelassen.[8]

Rückstände in Lebensmitteln

In der Schweiz gilt für Erdbeeren, essbare Blüten, frische Kräuter sowie Kopfsalate und andere Salatarten (ausgenommen Endivien) ein relativ hoher Rückstandshöchstgehalt von 4 Milligramm Fluxapyroxad pro Kilogramm.[9]

Literatur

  • EFSA: Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of the active substance fluxapyroxad (BAS 700 F). In: EFSA Journal. 10, 2012, S. 2522, doi:10.2903/j.efsa.2012.2522.

Einzelnachweise

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