Fontenille

französische Gemeinde im Département Charente From Wikipedia, the free encyclopedia

Fontenille ist ein Ort und eine Gemeinde mit 353 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im westfranzösischen Département Charente in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Kopie des Eingangs zum Dolmen La Jacquille im Musée d’Angoulême
Schnelle Fakten
Fontenille
Fontenille (Frankreich)
Fontenille (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Charente (16)
Arrondissement Confolens
Kanton Boixe-et-Manslois
Gemeindeverband Cœur de Charente
Koordinaten 45° 55′ N,  10′ O
Höhe 55–127 m
Fläche 9,52 km²
Einwohner 353 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 37 Einw./km²
Postleitzahl 16230
INSEE-Code

Fontenille – Dolmens des Pérottes
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Geschichte

Die Anwesenheit des Menschen auf dem heutigen Gebiet der Gemeinde ist durch mehrere jungsteinzeitliche Grabbauten (dolmen) bezeugt. In der Zeit der römischen Herrschaft über Gallien führte eine Römerstraße durch das Gemeindegebiet.

Beim Weiler Châteaurenaud im Süden der Gemeinde erhob sich einstmals eine Festungsanlage (motte). Für das Hochmittelalter, die Zeit des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) und der Hugenottenkriege (1562–1598) fehlen die Quellen, doch scheinen sich die Herren von Châteaurenaud dem Protestantismus angeschlossen zu haben.

Lage und Klima

Der Ort Fontenille liegt in einer Höhe von etwa 85 m im Norden des Départements etwa 1 km nördlich des Flusses Charente in der alten Kulturlandschaft des Angoumois, einem Teil der Landschaft der Charente. Die Stadt Angoulême befindet sich etwa 36 km (Fahrtstrecke) südlich, Poitiers liegt gut 83 km nördlich.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 760 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr180018511901195419992018
Einwohner136731472369334321

Der kontinuierliche Rückgang der Bevölkerungszahlen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise im Weinbau und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft

Der Ort und seine Umgebung waren jahrhundertelang landwirtschaftlich geprägt; die meisten Menschen lebten als Selbstversorger. Im ausgehenden Mittelalter und in der frühen Neuzeit wurde der Weinbau vorangetrieben, der jedoch – nach der Reblauskrise im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert – nahezu eingestellt wurde.[2] Seit den 1960er Jahren spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine nicht unbedeutende Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten

  • Die kleine Pfarrkirche Saint-Michel steht inmitten des Friedhofs am Ortsrand; es ist ein schlichter Bau des 15. Jahrhunderts mit späteren Veränderungen. Das Innere birgt eine Kopie des 19. Jahrhunderts nach einem Gemälde von Raffael Der Erzengel Michael tötet den Drachen.
Umgebung

Einzelnachweise

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