Forchlorfenuron

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Forchlorfenuron ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Harnstoffderivate, Stickstoffheterocyclen, substituierten Phenole und organischen Chlorverbindungen, die als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln verwendet wird.[1] Heute wird sie von Alzchem hergestellt.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Forchlorfenuron
Allgemeines
Name Forchlorfenuron
Andere Namen
  • 1-(2-Chlor-4-pyridyl)-3-phenylharnstoff
  • Sitofex
Summenformel C12H10ClN3O
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 68157-60-8
EG-Nummer (Listennummer) 614-346-0
ECHA-InfoCard 100.109.509
PubChem 93379
ChemSpider 84301
Wikidata Q408770
Eigenschaften
Molare Masse 247,68 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,44 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

165 °C[1]

Dampfdruck

4,6 hPa (26 °C)[2]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (39 mg·l−1 bei 21 °C)[1]
  • löslich in Methanol (119 g·l−1), in Ethanol (149 g·l−1), in Aceton (127 g·l−1), in Chloroform (2,7 g·l−1 bei 20 °C)[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 351411
P: 201273308+313[1]
Toxikologische Daten

1568 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Forchlorfenuron ist ein brennbarer weißer geruchloser Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Forchlorfenuron wirkt bei Pflanzen als Wachstumsregulator. Der Wirkstoff gehört zu den Cytokininen und damit zu den Phytohormonen.

Forchlorfenuron vergrößert die Fruchtgröße bei Kiwis, Tafeltrauben und Pfirsichen, erhöht den Fruchtansatz bei Melonen und Gurken und steigert den Ertrag von Tomaten, Reis und Getreide.[5]

Bekanntheit erreichte der Wirkstoff 2011 durch einen Bericht im chinesischen Fernsehen über explodierende Wassermelonen, verursacht durch eine unsachgemäße Anwendung von Forchlorfenuron.[6]

Zulassung

In einigen Staaten der EU sind Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen, nicht jedoch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.[7]

Einzelnachweise

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