Forsthaus Siedenholz
Wohn- und Wirtschaftsgebäude einer Hofanlage in Südheide, heute als Waldpädagogikzentrum genutzt
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Das Forsthaus Siedenholz, Siedenholz 1, in der niedersächsischen Gemeinde Südheide, Ortsteil Siedenholz, im Landkreis Celle, wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird es als Waldpädagogikzentrum Ostheide genutzt.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Südheide (Gemeinde)).
Geschichte und Beschreibung
Siedenholz liegt 5,7 km südwestlich von Unterlüß in einem großen Waldgebiet.
Das eingeschossige, giebelständige Vierständer-Hallenhaus in Fachwerk auf Kellersockel mit Ausfachungen in verputztem Stein und geschosshohen Streben, mit ziegelgedecktem Krüppelwalmdach mit sechs Schleppgauben, der später verglasten Grooten Door und einer Westfassade mit vertikaler Holzverbretterung, wurde um 1820 als Wohn- und Wirtschaftsgebäude einer Hofanlage gebaut. Der leicht versetzte Eingang zum Wohnteil erfolgte an der Ostseite. Im 19. Jahrhundert übernahm die Fortverwaltung das Haus. .[1]
Aus dem Forsthaus (auch Siedenholzhaus genannt) wurde 1996 ein Waldpädagogikzentrum (WPZ), von denen die Niedersächsischen Landesforsten elf unterhält; die ersten seit um 1960. Die WPZ orientieren sich an den speziellen Bildungsregionen in Niedersachsen. Dieses WPZ bietet Mehrtages- bzw. Wochenangebote für Schulklassen und Jugendgruppen mit einer intensiven Beschäftigung mit waldbezogenen Themen. Im WPZ gibt es 35 Betten in 1 Doppelzimmer und 6 Mehrbettzimmern mit 3 bis 6 Betten, ein Zeltplatz für 50 Personen und ein Gruppenraum für 70 Personen. „Der Wald um Siedenholz ist ein geschichtsträchtiger Ort“, schreibt die Forstverwaltung.
Das Forstamt befindet sich heute in Unterlüß, Weyhäuser Straße 15.
Das niedersächsische Landesdenkmalamt befand u. a.: „… wurde im regionalüblichen Typus des Niedersächsischen Hallenhauses errichtet ….“