Frammersbacher Forst

gemeindefreies Gebiet im Landkreis Main-Spessart in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Frammersbacher Forst ist ein gemeindefreies Gebiet (09677455) und eine Gemarkung (090522) im Landkreis Main-Spessart im bayerischen Spessart mit deckungsgleichem Gebiet.[2] Das Gebiet ist komplett bewaldet.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
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Frammersbacher Forst
Deutschlandkarte, Position des gemeindefreien Gebiets Frammersbacher Forst hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 5′ N,  29′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Fläche: 16,8 km²
Einwohner: 0 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 0 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 455
Lage des gemeindefreien Gebiets Frammersbacher Forst im Landkreis Main-Spessart
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Gemeindefreies Gebiet

Geographie

Gemarkung

Die Gemarkung hat eine Fläche von 16,785 km² und ist in 74 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 226822,68 m² haben. Sie ist unbewohnt.[3][4]

Lage

Der Forst liegt im Norden Bayerns an der Landesgrenze zu Hessen und besteht aus drei getrennten Bereichen. Diese liegen westlich, nördlich und östlich des namensgebenden Ortes Frammersbach. Die höchste Erhebung ist der Eichenberg mit 544 m ü. NHN. Die Ostgrenze des westlichen Teils bildet die so genannte „Wiesener Straße“, ein mittelalterlicher Handelsweg durch den Spessart vom Kinzigtal an den Main. Er fällt auf diesem Grenzabschnitt zusammen mit dem Schneewittchen-Wanderweg, einem 35 km langen Streckenwanderweg von Lohr am Main nach Bieber, sowie dem Europäischen Kulturweg „Frammersbach 1“ des Archäologischen Spessartprojekts. Historische Grenzsteine markieren hier die Grenze zwischen dem Staatswald von Kurmainz (nach dem Wiener Kongress 1815 wurde daraus der Staatswald des Königreichs Bayern) und dem Gemeindewald von Frammersbach. Die Grenzsteine sind markiert mit dem Mainzer Rad und der Bezeichnung KW (Königlicher Wald).

Nachbargemeinden

Wiesener Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Flörsbachtal
Haurain
(Gemeindefreies Gebiet)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Ruppertshüttener Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Wiesthal
Markt
Frammersbach
und
Partensteiner Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Partenstein

Nutzung

Ähnlich wie in Partenstein versuchte man in der Vergangenheit auch im Frammersbacher Forst den Schwerspat-Abbau. Die Ausbeute war jedoch zu gering. Pingen, heute mit Wasser gefüllt, dokumentieren noch diese Versuche.

Nicht jedes Wasserloch im Frammersbacher Forst ist indes eine Pinge. In der Flur „Aschenmaul“ sind die Vertiefungen ehemalige Lehmgruben; der Lehm wurde als Baumaterial verwendet. Unterscheiden kann man diese Lehmlöcher von den Pingen durch die fehlenden Abraumhalden.

Im Frammersbacher Forst gab es im Mittelalter einige Glashütten. Ihre Glasmacher bauten im 14. Jahrhundert die Heilig-Kreuz-Kapelle. Der heutige Bau stammt indes von 1681.

Der Frammersbacher Forst ist heute Wandergebiet.

Siehe auch

Commons: Frammersbacher Forst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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