Frammersbacher Forst
gemeindefreies Gebiet im Landkreis Main-Spessart in Bayern
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Der Frammersbacher Forst ist ein gemeindefreies Gebiet (09677455) und eine Gemarkung (090522) im Landkreis Main-Spessart im bayerischen Spessart mit deckungsgleichem Gebiet.[2] Das Gebiet ist komplett bewaldet.
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| ? |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 9° 29′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Main-Spessart | |
| Fläche: | 16,8 km² | |
| Einwohner: | 0 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 0 Einwohner je km² | |
| Kfz-Kennzeichen: | MSP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 77 455 | |
| Lage des gemeindefreien Gebiets Frammersbacher Forst im Landkreis Main-Spessart | ||
Geographie
Gemarkung
Die Gemarkung hat eine Fläche von 16,785 km² und ist in 74 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 226822,68 m² haben. Sie ist unbewohnt.[3][4]
Lage
Der Forst liegt im Norden Bayerns an der Landesgrenze zu Hessen und besteht aus drei getrennten Bereichen. Diese liegen westlich, nördlich und östlich des namensgebenden Ortes Frammersbach. Die höchste Erhebung ist der Eichenberg mit 544 m ü. NHN. Die Ostgrenze des westlichen Teils bildet die so genannte „Wiesener Straße“, ein mittelalterlicher Handelsweg durch den Spessart vom Kinzigtal an den Main. Er fällt auf diesem Grenzabschnitt zusammen mit dem Schneewittchen-Wanderweg, einem 35 km langen Streckenwanderweg von Lohr am Main nach Bieber, sowie dem Europäischen Kulturweg „Frammersbach 1“ des Archäologischen Spessartprojekts. Historische Grenzsteine markieren hier die Grenze zwischen dem Staatswald von Kurmainz (nach dem Wiener Kongress 1815 wurde daraus der Staatswald des Königreichs Bayern) und dem Gemeindewald von Frammersbach. Die Grenzsteine sind markiert mit dem Mainzer Rad und der Bezeichnung KW (Königlicher Wald).
Nachbargemeinden
| Wiesener Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
Gemeinde Flörsbachtal |
Haurain (Gemeindefreies Gebiet) |
| Ruppertshüttener Forst (Gemeindefreies Gebiet) | ||
| Gemeinde Wiesthal |
Markt Frammersbach und Partensteiner Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
Gemeinde Partenstein |
Nutzung
Ähnlich wie in Partenstein versuchte man in der Vergangenheit auch im Frammersbacher Forst den Schwerspat-Abbau. Die Ausbeute war jedoch zu gering. Pingen, heute mit Wasser gefüllt, dokumentieren noch diese Versuche.
Nicht jedes Wasserloch im Frammersbacher Forst ist indes eine Pinge. In der Flur „Aschenmaul“ sind die Vertiefungen ehemalige Lehmgruben; der Lehm wurde als Baumaterial verwendet. Unterscheiden kann man diese Lehmlöcher von den Pingen durch die fehlenden Abraumhalden.
Im Frammersbacher Forst gab es im Mittelalter einige Glashütten. Ihre Glasmacher bauten im 14. Jahrhundert die Heilig-Kreuz-Kapelle. Der heutige Bau stammt indes von 1681.
Der Frammersbacher Forst ist heute Wandergebiet.
Siehe auch
Weblinks
- Gemeindefreies Gebiet Frammersbacher Forst in OpenStreetMap (Abgerufen am 27. August 2017)
- Europäischer Kulturweg Frammersbach 1
