Frans Hotag
belgischer Radsportler und Widerstandskämpfer
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Frans Hotag (* 23. März 1920 in Stabroek; † 6. Februar 1945 im KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte) war ein belgischer Radsportler und Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung Belgiens.
Biographie
Frans Hotag machte sich ab 1933 in zahlreichen Nachwuchswettbewerben einen Namen. 1938 gewann er den Ster der juniors.[1] Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bestritt er zwei Jahre lang keine Rennen und arbeitete bei einer Eisenbahngesellschaft. Ab 1942 fuhr er wieder Rennen, 1943 wurde er Berufsrennfahrer. Im selben Jahr gewann er das Eintagesrennen Nationale Sluitingsprijs.[2]
1942 hatte sich Hotag der Widerstandsgruppe Witte Brigade angeschlossen. Anfang 1944 wurde er verhaftet. Nach mehreren Wochen in einem Gefängnis in Antwerpen wurde er im Mai 1944 in das KZ Buchenwald deportiert. Von dort wurde er zur Zwangsarbeit in der KZ Mittelbau-Dora verlegt, von dort in dessen Außenlager Ellrich-Juliushütte. Dort starb er am 6. Februar 1945 im Alter von 24 Jahren.[2]
In Stabroek erinnert eine Straße an Frans Hotag.[2] 1954 wurde die 25. Austragung des Nationale Sluitingsprijs in Grote Prijs Frans Hotag umbenannt.
Palmarés
Literatur
- Dieter Vaupel: Radsport im Nationalsozialismus. Ein fast vergessenes Kapitel der deutschen Sportgeschichte. Die Werkstatt, Göttingen 2023, ISBN 978-3-7307-0655-8, S. 136–140.
Weblinks
- Frans Hotag in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)
- Frans Hotag in der Datenbank von Radsportseiten.com