Franz Coert

deutscher Parteifunktionär (NSDAP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Coert (* 3. März 1905 in Weslarn; † 23. Dezember 1977 in Gehrden) war ein deutscher Parteifunktionär (NSDAP).

Leben

Franz Coert wurde als Sohn des Reichsbahnassistenten Franz Coert geboren und absolvierte nach seiner Schulausbildung eine Lehre als Schlosser und Kraftfahrer. Er trat zum 1. Mai 1929 in Hagen der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 130.366).[1] Zum gleichen Zeitpunkt trat er in die SA ein und gehörte auch der SS an (SS-Nummer 7.752), wo er zuletzt SS-Hauptsturmführer im Rang eines Hauptmanns war. Er war ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Soest und für die Verwaltung der Krankenhäuser zuständig. 1935 wurde er Beauftragter der Partei für die Stadt und gehörte zu den führenden NSDAP-Köpfen der Stadt[2]. Zum 1. April 1936 wurde er hauptamtlicher NSDAP-Kreisleiter in Soest und zwischenzeitlich von Juni bis August 1938 in die „Ostmark“ zum organisatorischen Aufbau der Partei abkommandiert. Von November 1940 bis Anfang Dezember 1940 übernahm er zusätzlich die Leitung der Partei im Kreis Lippstadt. Unterbrochen durch den Kriegseinsatz kam er im Dezember nach Brilon, um dort die Kreisleitung zu übernehmen. Dort blieb er bis kurz vor dem Ende des Krieges und tauchte unter. Nach Angaben seiner Frau war er seit dem 6. April 1945 verschollen und bis März 1949 nicht wieder aufgetaucht.

Recherchen ergaben, dass er von 1968 bis 1974 in Laatzen gewohnt hat (Mitteilung auf Anfrage der Stadtverwaltungen Springe (20. Oktober 1999) und Laatzen (27. Oktober 1999)). Anschließend lebte er bis Juni 1977 in Springe und danach in Bad Nenndorf (Mitteilung der Stadt Gehrden vom 13. Oktober 1999). Er verstarb in Gehrden.

Literatur

  • Wolfgang Stellbrink: Die Kreisleiter der NSDAP in Westfalen und Lippe. Veröffentlichung der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen: Reihe C, Quellen und Forschung; Band 48, Münster 2003, ISBN 3-932892-14-3, S. 223 (Digitalisat)

Einzelnachweise

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