Franz Potrykus
deutscher Politiker (Zentrum) in Danzig
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Franz Potrykus (* 17. Juni 1897 in Großendorf, Kreis Putzig; † 13. Dezember 1959 in Essen) war ein deutscher Politiker (Zentrum) in Danzig.
Franz Potrykus machte 1916 Abitur und wurde anschließend zum Kriegsdienst eingezogen. 1919 bis 1922 studierte er an der Technischen Hochschule in Danzig und machte dort seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur. 1922 bis 1929 arbeitete er als Betriebschemiker und Leiter einer Posener Zuckerfabrik. Von 1930 bis Kriegsende betrieb er ein eigenes technisches Büro in Danzig.[1]
1930 bis 1938 gehörte er für die Zentrumspartei dem Volkstag also dem Parlament der Freien Stadt Danzig an. 1933 war er Präsident des Volkstages. 1938 legte er nach dem Verbot der Zentrumspartei durch die Nationalsozialisten das Mandat unter Zwang nieder.
Nach dem Krieg arbeitete Potrykus als Technischer Direktor bei den Städtischen Werken Essen. Er starb 1959 im Alter von 62 Jahren an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Friedhof St. Markus in Essen-Bredeney beigesetzt.[2]
Literatur
- Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.L., das Ende der Parlamente 1933 und die Abgeordneten der Landtage und Bürgerschaften der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus: politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933–1945; ein biographischer Index. [Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien], 1995, ISBN 3-7700-5189-0, S. 122, Ziffer 963.