Françoise Leclercq

französische Feministin und Résistante From Wikipedia, the free encyclopedia

Françoise Leclercq (geboren am 10. Februar 1908 in Hem; gestorben am 21. Juni 1983 in Paris) war eine französische Feministin und Résistante.

Françoise Leclercq FF 1951

Leben

Françoise Leclercq stammte aus einer kinderreichen, katholischen und wohlhabenden Familie. Ihr Vater, Louis François Joseph Leclercq, war ein bedeutender Textilfabrikant.[1][2]

Françoise Leclercq beteiligte sich an zahlreichen Aktivitäten der Résistance, wie der Organisation von Treffen und der Einrichtung von Verstecken.[2][1] Außerdem fungierte sie als Verbindungsfrau für den Pariser Résistance-Führer Henri Rol-Tanguy.[1] Der Stab der „Francs-tireurs partisans“ des Front national befand sich in ihrer Wohnung, die bei der Befreiung von Paris von den Forces françaises de l’intérieur intensiv genutzt wurde.[2] Für ihren Einsatz im Widerstand wurde sie mit dem Croix de guerre ausgezeichnet.[1]

1945 wurde Françoise Leclercq auf dem Internationalen Frauenkongress, auf dem die Internationale Demokratische Frauenföderation (IDFF) gegründet wurde, Mitglied ihres Exekutivkomitees.[1] Sie wurde 1945 zur kommunistischen Stadträtin für das 18. Arrondissement von Paris gewählt.[1] 1946 gehörte sie der Delegation an, die die IDFF in die Sowjetunion entsandte.[1]

Zusammen mit Jeannette Vermeersch[3] nahm sie im Juni 1949 am 3. Kongress der Union des femmes françaises (UFF) in Marseille teil.[4] Sie bekleidete das Amt der Sekretärin der UFF und wurde 1952 zur Vizepräsidentin gewählt, eine Position, die sie bis 1963 innehatte.[1]

Im Januar 1950 nahmen Vermeersch, Marie-Claude Vaillant-Couturier und Leclercq an der Asiatischen Frauenkonferenz in Peking in der Volksrepublik China, teil.[5] Am 30. September 1950 hielt sie anlässlich des Welttages gegen Armut und Krieg eine Rede zusammen mit Claudine Chomat, Jeannette Vermeersch und Andrée Marty-Capgras.[6] Am 14. März verkündete Leclercq „La douleur des mères est immense – Staline n’est plus“ (Der Schmerz der Mütter ist unermesslich – Stalin ist nicht mehr).[7]

Ab 1957 zog sie sich ins Privatleben zurück; sie trat 1965 aus der UFF aus und verließ die Parti communiste français 1978.[1] Françoise Leclercq hatte sechs Kinder.[2]

Commons: Françoise Leclercq – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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