Frasdorf

Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim From Wikipedia, the free encyclopedia

Frasdorf ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Rosenheim zu Füßen der westlichen Chiemgauer Alpen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung und hat eine eigene Auf- und Abfahrt zur A 8, die München mit Salzburg verbindet.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Frasdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Frasdorf hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 48′ N, 12° 17′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Rosenheim
Höhe: 598 m ü. NHN
Fläche: 32,71 km²
Einwohner: 2993 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Postleitzahl: 83112
Vorwahl: 08052
Kfz-Kennzeichen: RO, AIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 87 132
Gemeindegliederung: 74 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 32
83112 Frasdorf
Website: www.frasdorf.de
Bürgermeister: Daniel Mair (CSU)
Lage der Gemeinde Frasdorf im Landkreis Rosenheim
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Geographie

Lage

Die Distanz zu München ist 78 km, zu Rosenheim 20 km, zu Prien am Chiemsee acht Kilometer, zu Traunstein 32 km, zu Salzburg 63 km und zu Kufstein 34 km (über Sachrang) bzw. 45 km (über Bundesautobahn 93).

Gemeindegliederung

Es gibt 74 Gemeindeteile:[2]

  • Aich
  • Anger
  • Bachgraben
  • Bäckermühle
  • Bichl
  • Brandenberg
  • Daxa
  • Dösdorf
  • Ebnat
  • Frasdorf
  • Gasbichl
  • Ginnerting
  • Graben
  • Greimelberg
  • Haslau
  • Hendenham
  • Hierankl
  • Irlach
  • Kaltenbrunn
  • Kranzl
  • Kropfetsöd
  • Laiming
  • Lederstube
  • Leitenberg
  • Lochen
  • Mitterbichl
  • Mitterreit
  • Mönibuch
  • Mühlberg
  • Niesberg
  • Oberacherting
  • Oberhaustätt
  • Oberprienmühle
  • Oberreit
  • Oberwildenried
  • Oed
  • Oed am Rain
  • Pfaffing
  • Pfannstiel
  • Pfifferloh
  • Rain
  • Reit
  • Ried
  • Riedlach
  • Röcka
  • Röselsberg
  • Ruckerting
  • Sagberg
  • Sandgrub
  • Sankt Florian
  • Soilach
  • Stadl
  • Stätt
  • Stelzenberg
  • Stockach
  • Stötten
  • Stüblach
  • Stupfa
  • Tauern
  • Thal
  • Umrathshausen
  • Unteracherting
  • Unterhaustätt
  • Unterprienmühle
  • Unterwildenried
  • Waizenreit
  • Walkerting
  • Wessen
  • Westerndorf
  • Wildenwart
  • Wilhelming
  • Winkling
  • Winterstubn
  • Zellboden

Natur

Folgende Schutzgebiete berühren das Gemeindegebiet:

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Frasdorf wurde 1135 als Fradelsdorf das erste Mal urkundlich erwähnt. Wildenwart, Frasdorf und Umrathshausen gehörten vor 1800 zur mit der Hochgerichtsbarkeit ausgestatteten Herrschaft Wildenwart bzw. zu der mit ihr verbundenen Herrschaft Hohenaschau. Frasdorf wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Eingemeindungen

1857 wurde die Gemeinde Walterting nach Frasdorf eingemeindet.[3] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinden Wildenwart und Umrathshausen wurden im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Mai 1978 eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2508 auf 3099 um 591 Einwohner bzw. um 23,6 %.

Politik

Rathaus Frasdorf
Rathaus Frasdorf

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat folgende Zusammensetzung:

Weitere Informationen Partei/Liste ...
Partei/Liste 2020[5]2014[6]2008[6]2002[6]
CSU 4445
Freie Wählergruppe Frasdorf 6554
Freie Wählerschaft Wildenwart 3333
Freie Wählergemeinschaft Umrathshausen 2222
BP 1
Sitze insgesamt 16141414
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Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Daniel Mair (CSU).

Wappen

Blasonierung:Geteilt; oben dreimal gespalten von Blau und Silber, unten in Rot ein linksgewendeter silberner Drache.“[7]
Wappenbegründung: Die dreifache Spaltung ist aus dem Wappen der 1576 ausgestorbenen Herren von Gundriching übernommen, die bis in das 16. Jahrhundert als Grundherren im namengebenden Gemeindeteil Ginnerting von Bedeutung waren. Der Drache gilt als Attribut der heiligen Margarete und symbolisiert das Patrozinium der Pfarrkirche von Frasdorf, deren Bestand schon im 12. Jahrhundert belegt ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Landschaftlich bedeutend ist das Karstgebiet Laubenstein mit seinen Höhlen.

In Frasdorf ist ein Heimat- und Kulturverein ansässig.

Verkehr

Der nächste Bahn-Haltepunkt befindet sich bei Umrathshausen etwa 3,5 km von Frasdorf entfernt.

Frasdorf ist mit zwei Buslinien an den Regionalverkehr Oberbayern (RVO) angebunden. Durch die Linien 9494 und 9496 bestehen Verbindungen nach Rosenheim, Rohrdorf, Aschau im Chiemgau, Prien am Chiemsee, Söllhuben, Riedering und Stephanskirchen.

Frasdorf liegt am Bodensee-Königssee-Radweg, welcher in Lindau beginnt und zum Königssee bei Berchtesgaden führt.

Persönlichkeiten

  • Maria Furtner (1821–1884), die Wassertrinkerin von Frasdorf
  • Wolfgang von Gronau (1893–1977), Seeflieger und Luftfahrtpionier
  • Wilhelm Schacht (1903–2001), Botaniker, Gärtner, Fotograf und Autor; starb in Frasdorf
  • Wastl Fanderl (1915–1991), Musiker, Volksliedsammler und -vermittler; die Grundschule in Frasdorf wurde nach ihm benannt
  • Josef Hamberger (1925–2019), Bildhauer mit dem Schwerpunkt christlicher Kunst
  • Julia Kink (* 2004), Biathletin

Literatur

  • Frasdorf, Landkreis Rosenheim, Oberbayern, in: Meyers Gazetteer (mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, und alter und neuer Landkarte der Umgebung von Frasdorf).
  • Michael Rinne: Das Frasdorfer Bockerl. Die Geschichte einer Nebenbahn. Brienna Verlag, Achenmühle 2024, ISBN 978-3-942318-40-2.
Commons: Frasdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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