Frasier-Syndrom

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Das Frasier-Syndrom (FS) ist eine sehr seltene angeborene Erkrankung mit den Hauptmerkmalen Pseudohermaphroditismus und fortschreitende Glomerulopathie.[1]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
N04.1 Nephrotisches Syndrom
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-11 ...
Klassifikation nach ICD-11
LD2A.Y Sonstige näher bezeichnete Fehlbildungen der Geschlechtsentwicklung
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)
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Die Bezeichnung bezieht sich auf den Erstautoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1964 durch die US-amerikanischen Pädiater S. D. Frasier, R. A. Bashore und H. D. Mosier.[2]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, bislang wurden etwa 50 Betroffene beschrieben. Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant.[1]

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen im WT1-Gen auf Chromosom 11 Genort p13 zugrunde, welches für ein DNA-bindendes Zinkfingerprotein kodiert. Das Wilms-Tumor-Protein ist gleichfalls beteiligt.[3]

Dieses Gen ist auch beim Denys-Drash-Syndrom, beim Meacham-Syndrom und der Hypospadie beteiligt.[4]

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1]

Klassifikation

Nach dem Phänotyp der äußeren Genitalia wurde folgende Einteilung vorgeschlagen:[5]

  • Typ 1 mit weiblichem Genitale, Karyotyp 46,XY, häufigste Form
  • Typ 2 mit männlichem Genitale, Karyotyp 46,XY
  • Typ 3 mit weiblichem Genitale Karyotyp 46,XX

Bei letzterem Typ wurden keine Gonadoblastome beobachtet.

Differentialdiagnose

Abzugrenzen sind das Swyer-Syndrom und das Denys-Drash-Syndrom.[1]

Literatur

  • A. Koziell, E. Charmandari, P. C. Hindmarsh, L. Rees, P. Scambler, C. G. Brook: Frasier syndrome, part of the Denys Drash continuum or simply a WT1 gene associated disorder of intersex and nephropathy? In: Clinical endocrinology, April 2000, Band 52, Nr. 4, S. 519–524; PMID 10762296 (Review).
  • V. Zugor, M. Zenker, K. M. Schrott, G. E. Schott: Frasier-Syndrom: Ein seltenes Syndrom mit WT1-Genmutation in der Kinderurologie. In: Aktuelle Urologie, Januar 2006, Band 37, Nr. 1, S. 64–66; doi:10.1055/s-2005-870912, PMID 16440249.

Einzelnachweise

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