Frederick J. Harlfinger II

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Frederick Joseph Harlfinger II (* 14. September 1913 in Albany, Albany Couty, New York; † 21. Dezember 1993 in Sarasota, Sarasota County, Florida) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur des Office of Naval Intelligence (ONI).

Frederick J. Harlfinger

Er war ein Sohn von Augustus Bernhard Harlfinger (1887–1962) und dessen Frau Marie A. Berben (1894–1958). Im Jahr 1935 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem die U.S. Naval Submarine School in Groton in Connecticut (1937); das Armed Forces Staff College in Norfolk in Virginia (1951–1952) und das Industrial College of the Armed Forces (1953–1954).

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Er diente zunächst bis 1937 auf dem Schlachtschiff USS Arizona. Nach seiner anschließenden Ausbildung zum U-Boot-Offizier an der Naval Submarine School war er in der U-Boot-Flotte der US Navy tätig.

Er diente zwischen 1938 und 1940 an Bord des U-Boots USS S-38. Anschließend wurde er auf die USS Trout (SS-202) versetzt, deren Besatzung er bis zum Jahr 1942 angehörte. In diese Zeit fiel der amerikanische Eintritt in den Zweiten Weltkrieg. Seit Juli 1941 operierte die USS Trout im Pazifik. Am 29. November 1941 verließ sie den Hafen von Pearl Harbor um eine Kriegsübungsfahrt zu absolvieren. Damit entging sie dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember, der letztlich zum amerikanischen Eintritt in den Zweiten Weltkrieg führte.

In der Folge wurde Harlfinger auf das U-Boot USS Grunion versetzt, das noch im Jahr 1942 bei Kiska Island bei den Aleuten versenkt wurde. Offenbar war Harlfinger zu diesem Zeitpunkt nicht an Bord des Schiffes, da es keine Überlebenden gab. Seine nächste Station war das U-Boot USS Whale (SS-239), deren Besatzung er zwischen 1942 und 1943 angehörte. Das Schiff operierte ebenfalls im Pazifik. Im Mai 1943 erhielt er mit dem Oberbefehl über das U-Boot USS S-32 sein erstes Seekommando, das er bis zum Jahr 1944 behielt. Dabei war er unter anderem in Gefechte mit japanischen U-Booten verwickelt. Danach kommandierte er ab dem 25. Februar 1944 das U-Boot USS Trigger, mit der er einige Feindfahrten gegen japanische Ziele unternahm. Dieses Kommando behielt er bis zum März 1945, als er von David Rickart Connole abgelöst wurde. Wenige Tage später, am 28. März 1945 wurde das Boot versenkt, wobei alle Besatzungsmitglieder einschließlich des neuen Kommandeurs Connole ums Leben kamen.

In der Folge wurde Frederick Harlfinger mit dem Kommando über das neue U-Boot USS Sirago betraut. Dieses operierte an der Atlantikküste und in der Karibik und kam nicht mehr zum Kriegseinsatz. Er behielt dieses Kommando bis zum Jahr 1947. Danach gehörte er sechs Monate lang zum Stab der U-Bootschule. Anschließend wurde er zum U-Bootstützpunkt in Florida versetzt. Zwischen dem 31. Januar und dem 1. November 1950 war er Nachrichtenoffizier bei der ebenfalls in Florida stationieren 4. U-Bootschwadron. Danach kommandierte er bis zum 28. Januar 1952 die 43. U-Bootdivision (Submarine Division 43). In den folgenden Jahren besuchte er die erwähnten Schulungen. Zwischenzeitlich war er Stabsoffizier beim Chief of Naval Operations (CNO), wo er bis 1954 dessen Stabsabteilung für U-Bootangelegenheiten angehörte.

In den Jahren 1955 und 1956 war er Marineattaché an der amerikanischen Botschaft in Bonn in der Bundesrepublik Deutschland. Dort war er am Aufbau der Bundesmarine behilflich. Danach kehrte er als Kommandeur des Munitionsschiffs USS Mauna Loa zum Seedienst zurück. Diese Aufgabe erfüllte er bis 1958. In der Folge kommandierte er die 12. U-Bootschwadron (Submarine Squadrun Twelve). Im August 1959 übernahm er die Leitung der Stabsabteilung für U-Bootangelegenheiten beim CNO. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Oktober 1962. Anschließend kommandierte er bis 1964 die Erste U-Bootflottille (Submarine Flotilla One). Daran schloss sich eine Versetzung zum Stab der Defense Intelligence Agency (DIA) an, dem er bis 1967 als assistant director for Collection angehörte. Danach wurde er nach San Juan in Puerto Rico versetzt, wo er in den Jahren 1967 und 1968 die südatlantischen Flotteneinheiten der Atlantikflotte kommandierte.

Im August 1968 übernahm Frederick Harlfinger II als Nachfolger des kommissarischen Kommandeurs Frank M. Murphy das Kommando über das Office of Naval Intelligence, den Nachrichtendienst der United States Navy. Dieses Amt bekleidete er bis zum Juli 1971, als er von Earl F. Rectanus abgelöst wurde. Anschließend kehrte er erneut zum Stab des CNO zurück, wo er bis zu seiner Pensionierung im März 1974 die Abteilung Command Support Programs leitete.

Er verbrachte seinen Lebensabend in Sarasota in Florida, wo er am 21. Dezember 1993 verstarb. Frederick Harlfinger fand seine letzte Ruhestätte auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington.

Orden und Auszeichnungen

Beförderungen

  • 6. Juni 1935 Ensign
  • 6. Juni 1938 Lieutenant Junior Grade
  • 1. Januar 1942 Lieutenant
  • 1. Mai 1943 Lieutenant Commander
  • 1. März 1944 Commander
  • 1. Juli 1954 Captain
  • 1. April 1964 Rear Admiral
  • 1. Dezember 1971 Vice Admiral
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