Freies Wort

Zeitung aus Südthüringen From Wikipedia, the free encyclopedia

Freies Wort ist eine regionale Tageszeitung in Südthüringen. Sie erscheint in der kreisfreien Stadt Suhl, in den Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg sowie in Teilen der Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Ilm-Kreis und Wartburgkreis. Ihre verkaufte Auflage beträgt inklusive des Meininger Tageblatts 35.696 Exemplare, ein Minus von 68,9 Prozent seit 1998.[2] Herausgeber ist die Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG mit Sitz in Suhl.

Schnelle Fakten
Freies Wort
Beschreibung Tageszeitung in Südthüringen
Verlag Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG
Erstausgabe 1952
Erscheinungsweise werktags
Verkaufte Auflage 35.696[1] Exemplare
(IVW 4/2025, Di-Sa)
Chefredakteur Stephan Sohr
Herausgeber Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG
Geschäftsführer Andreas Heinkel
Weblink www.insüdthüringen.de
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Gegründet wurde Freies Wort als Organ der SED-Bezirksleitung des DDR-Bezirkes Suhl. Die Zeitung war am 15. August 1952 mit der Errichtung der Bezirke in der DDR als Das Freie Wort entstanden und am 9. März 1956 in Freies Wort umbenannt worden. Freies Wort galt mit einer Auflage von 157.400 Exemplaren als kleinste SED-Bezirkszeitung mit damals acht Lokalredaktionen.

Bei der Privatisierung nach der Wiedervereinigung wurde das Freie Wort 1991 vom Süddeutschen Verlag in München (70 Prozent) und der SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbh (ddvg) in Hamburg (30 Prozent) übernommen.

Chefredakteur ist Stephan Sohr.

Auflage

Freies Wort hat in den vergangenen Jahren – so wie die meisten Regionalzeitungen – erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 6,3 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 11,2 % abgenommen.[3] Sie beträgt gegenwärtig 35.696 Exemplare.[4] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 92,5 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]
1998199920002001200220032004200520062007200820092010201120122013201420152016201720182019202020212022202320242025
114.596 110.674 106.775 111.606 106.487 102.783 98.930 94.430 91.732 88.800 86.576 83.849 81.482 78.879 76.363 73.587 70.828 68.642 65.818 63.306 60.287 57.721 54.742 51.983 47.925 44.830 40.193 35.696

Die Montagsausgabe wird seit dem 6. Januar 2025 nicht mehr gedruckt und ist nur noch digital erhältlich.[6]

Lokalredaktionen

Es existieren sechs Lokalredaktionen in Bad Salzungen, Hildburghausen, Ilmenau, Meiningen, Sonneberg und Suhl,[7] die fünf Lokalausgaben produzieren:

Weitere Informationen Bezeichnung der Lokalausgabe, Verkaufte Auflage ...
Bezeichnung der Lokalausgabe Verkaufte Auflage
Suhl / Zella-Mehlis 4721[8]
Ilm-Kreis 3413[9]
Hildburghausen / Sonneberg / Thüringer Wald [10]
Bad Salzungen mit Südthüringer Zeitung (STZ) 7326[11]
Schmalkalden-Meiningen mit Südthüringer Zeitung (STZ) [12]
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Das Meininger Tageblatt veröffentlicht neben den gemeinsamen Mantelseiten die Lokalausgabe für Stadt und Altkreis Meiningen (siehe Kooperationen).

Kooperationen

Gemeinsam mit den Titeln Frankenpost (Hof), Neue Presse (Coburg), Südthüringer Zeitung (Bad Salzungen) und Nordbayerischer Kurier (Bayreuth), die denselben Eigentümern gehören, bildet Freies Wort die „Regionalzeitungsgruppe Hof/Coburg/Suhl/Bayreuth“ des Süddeutschen Verlags, der zur Südwestdeutschen Medienholding GmbH (SWMH) in Stuttgart gehört.[13] Für den überregionalen Mantel kooperiert Freies Wort redaktionell mit den Stuttgarter Nachrichten.[14]

Freies Wort kooperiert außerdem mit der Meininger Mediengesellschaft mbH (MMG), die die Tageszeitung Meininger Tageblatt herausgibt. An der Meininger Mediengesellschaft mbH waren wiederum zu je 50 Prozent die Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG und die WPV Gesellschaft für Werbung, Presse und Vertrieb mbH in Meiningen beteiligt, letztere ist eine vollständige Tochtergesellschaft der KVG Kissinger Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Saale-Zeitung). 2010 übernahm die Mediengruppe Oberfranken den Anteil von der WPV.

Meininger Tageblatt und Südthüringer Zeitung übernehmen den kompletten Mantelteil von Freies Wort.

Chefredakteure

Chefredakteure des Organs der SED-Bezirksleitung Freies Wort (1952 bis 1990):

Weitere Informationen Zeitraum, Name ...
ZeitraumName
1952–1959Yvonne Freyer
1959–1965Gerhard Fuchs
1965–1972Helmut Linke
1972–1974Klaus Kleine
1974–1989Helmut Linke
1989–1990Heinz Escher
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Chefredakteure seit 1990:

Weitere Informationen Zeitraum, Name ...
ZeitraumName
bis Januar 2009Gerd Schwinger
April 2009 – Januar 2012Herbert Wessels
Februar 2012 – Oktober 2020Walter Hörmann
November 2020 – Oktober 2024Marcel Auermann[15]
seit März 2025Stephan Sohr[16]
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Einzelnachweise

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