Fremdiswalde

Ortsteil von Grimma From Wikipedia, the free encyclopedia

Fremdiswalde ist ein Ortsteil der Ortschaft Nerchau der Großen Kreisstadt Grimma.[3] Fremdiswalde wurde 1994 in die Stadt Nerauch eingemeindet. Die wiederum am 1. Januar 2011 nach Grimma eingemeindet wurde.

Schnelle Fakten Große Kreisstadt Grimma ...
Fremdiswalde
Große Kreisstadt Grimma
Koordinaten: 51° 18′ N, 12° 50′ O
Höhe: 150 m
Fläche: 12,05 km²[1]
Einwohner: 407 (2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Eingemeindet nach: Nerchau
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 034382
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Geschichte

Die erste Erwähnung von Fridemiswalde bzw. Fredemiswalde[4] datiert von 1330 in einer Urkunde des Meißener Bischofs Withego II. von Colditz. Die Gründung des Ortes durch deutsche Kolonisten erfolgte aber schon im Laufe des 12. Jahrhunderts. Die in der romanischen Kirche von Fremdiswalde freigelegten Wandmalereien werden auf etwa 1250 datiert. Für eine deutsche Gründung des Dorfes sprechen sowohl die Flurform als auch der Ortsname. Letzterer geht wohl auf eine Verstümmelung des Personennamens Fridemund zurück.

Von 1994 bis 2010 gehörte Fremdiswalde zur ehemaligen Stadt Nerchau. Als einzige kommunale Institution gibt es im Dorf einen Kindergarten.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Weitere Informationen Jahr, Einwohnerzahl ...
JahrEinwohnerzahl[4]
1548/5135 besessene Mann, 30 Inwohner
176436 besessene Mann, 34 Häusler, 1658 Hufen
1834516
1871704
1890715
JahrEinwohnerzahl
1910669
1925698
1939686
1946858
1950860
JahrEinwohnerzahl
1964727
1990569
2008484[5]
2011458[6]
2019414[7]
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Sehenswürdigkeiten

Kirche

Evangelische Kirche von Fremdiswalde

Ältestes Gebäude im Ort ist die mehrfach umgebaute romanische Chorturmkirche aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts.

Der ehemalige Mönch Johann Jakob Klappe amtierte von 1529 bis 1536 als Pfarrer von Fremdiswalde. Während seiner Amtszeit führte er die Reformation im Ort ein.

1766 wurde die Kirche durch einen Brand in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Brand wurde der Kirche ein hoher, für das kleine Gebäude überdimensionierter, Turm mit Welscher Haube aufgesetzt. Dieser wurde 1973 wegen Baufälligkeit abgetragen und durch einen kleineren, eher an die ursprüngliche romanische Formensprache erinnernden Turm ersetzt.

Der vorerwähnte Brand im Jahr 1766 vernichtete auch das Pfarrhaus und mit ihm alle älteren Aufzeichnungen, insbesondere die Kirchenbücher von Fremdiswalde. 1774 konnte der neue und in dieser Gestalt bis heute bestehende Pfarrhof bezogen werden.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Fremdiswalde. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 19. Heft: Amtshauptmannschaft Grimma (1. Hälfte). C. C. Meinhold, Dresden 1897, S. 71.
  • Fremdiswalde, Fremdiswalda. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 2. Band. Schumann, Zwickau 1815, S. 728.
  • Fremdiswalde. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 15. Band. Schumann, Zwickau 1828, S. 851 f.
Commons: Fremdiswalde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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