Friebritz

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Friebritz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Fallbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 33 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1966 bildete Friebritz eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Friebritz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Friebritz
Friebritz (Österreich)
Friebritz (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Fallbach
Koordinaten 48° 37′ 54″ N, 16° 25′ 52″ Of1
Höhe 270 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 33 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,86 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05020
Katastralgemeindenummer 13012
Bild
Das ehemalige Feuerwehrhaus (links) mit dem Milchcasino
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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Geografie

Das Dorf südlich von Fallbach liegt in einem Seitental des Falllehergrabens und ist über die Landesstraße L3081 erreichbar. Auf dem Weißenberg (328 m ü. A.) östlich des Ortes befindet sich eine Aussichtswarte. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 36 Adressen.[3]

Geschichte

Beim Ort wurde eine Kreisgrabenanlage aus der mittleren Jungsteinzeit lokalisiert.

Die erste urkundliche Erwähnung verweist auf das Jahr 1138, als hier Kleinadel unter de Fridbrehtestorf aufschien. Der Ort selbst wurde 1366 als Fribrechts genannt.

Die Bewohner waren nur gering bestiftet und betätigten sich im Acker- und im Weinbau, wobei sie auf ihren Gründen bloß Weizen, Roggen und Hafer pflanzten sowie etwas Wein lasen, schilderte Schweickhardt im beginnenden 19. Jahrhundert den Ort. Im Jahr 1822 wurde Friebritz als Dorf mit 23 Häusern beschrieben, das nach Hagenberg eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Hagenberg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Friebritz ein Gastwirt, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schuster und einige Landwirte ansässig.[5]

Bis 1920 bildete Friebritz mit Hagenberg eine Gemeinde, wurde danach selbständig und fusionierte am 1. Jänner 1967 wieder mit Hagenberg.[2]

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 178 (Ausgabe 1769; Friebritz in der Google-Buchsuche).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 30, Sektion Stronsdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 55 (FribritzInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 225.

Einzelnachweise

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