Friedhelm Nicolin
Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Düsseldorf
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Friedhelm Nicolin (* 10. Februar 1926 in Aachen; † 7. November 2007 in Röttgen) war ein deutscher Erziehungswissenschaftler. Er war Professor für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Philosophie der Erziehung.[1][2]
Leben
Friedhelm Nicolin, Sohn von Tinny Nicolin, geborener Frings, und Christian Nicolin, studierte Philosophie, Pädagogik, Germanistik und Geschichte an den Universitäten von Köln, Bonn und München. 1954 wurde er in Bonn zum Dr. phil. promoviert. Von 1957 bis 1967 leitete er das Hegel-Archiv.
Im Jahr 1961 wurde er Lehrbeauftragter an der Universität Bonn, 1962 ordentlicher Professor für Allgemeine Pädagogik und Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Rheinland/Abteilung Neuss. Gleichzeitig war er ab 1975 Lehrbeauftragter an der Universität Düsseldorf.
Zu seinen Publikationen zählen unter anderem Pädagogik als Wissenschaft (1969), Der junge Hegel in Stuttgart (1970), Stichwort Bildung (1974) sowie Auf Hegels Spuren (1996). Er verfasste zahlreiche Schriften und Editionen zur Hegelschen Philosophie. Ab 1961 war er Mitherausgeber des Jahrbuchs Hegel-Studien und ab 1984 der Reihe Kultur und Erkenntnis.[2]
Friedhelm Nicolin war katholisch, ab 1954 verheiratet mit der 1924 in Würselen geborenen Schriftstellerin und Redakteurin Milly Nicolin, geborener Mühlenberg, lebte mit dieser in Bonn-Röttgen und hatte drei Kinder (Mechthild, Bernadette und Felicitas).
Schriften (Auswahl)
- Hegels Bildungstheorie. Grundlinien geisteswissenschaftlicher Pädagogik in seiner Philosophie (= Abhandlungen zur Philosophie, Psychologie und Pädagogik. Band 3). H. Bouvier, Bonn 1955.
- G. W. F. Hegel: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse (1830). Hrsg.: Friedhelm Nicolin, Otto Pöggeler (= Philosophische Bibliothek. Band 33). 6. Auflage. F. Meiner, Hamburg 1959, DNB 451896203, doi:10.1515/9783112531129.[3]
- als Hrsg.: Pädagogik als Wissenschaft (= Wege der Forschung. Band 32). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1969.
- Hegel 1770–1970. Leben, Werk, Wirkung. Mit einem Vorwort von Kurt Leipner. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1970.
- als Hrsg.: Der junge Hegel in Stuttgart. Aufsätze und Tagebuchaufzeichnungen 1785–1788 (= Marbacher Schriften. Band 3). Chr. Scheufele, Stuttgart 1970.
- als Hrsg. mit Johannes Hoffmeister: Briefe von und an Hegel. 4 Bände (Bücher 2–4; 2: 1813–1822, 3: 1823–1831, 4.1: Dokumente und Materialien zur Biographie, 4.2: Nachträge zum Briefwechsel, Register mit biographischem Kommentar, Zeittafel). Meiner, Hamburg 1969 ff., ISBN 978-3787305308.
- als Hrsg.: Dokumente und Materialien zur Biographie (= Philosophische Studientexte; Briefe von und an Hegel. Band 4,1). De Gruyter, Berlin/Boston 2022, ISBN 978-3-11-253098-6, doi:10.1515/9783112530986 (Reprint der Auflage 1977).[4]
- Bildung im Spannungsfeld von Berufsqualifikation und Humanität. Kritische Reflexionen zu einem aktuellen Begriff. Düsseldorf 1974.
- Karl Rosenkranz als Herausgeber und Biograph Hegels. Ein Beitrag zur Oberlieferungsgeschichte der Hegeischen Philosophie (= Hegel-Studien. Beiheft 7). Bonn 1976.
- Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Gesammelte Werke: Frühe Schriften I. Hrsg.: Friedhelm Nicolin, Gisela Schüler. Felix Meiner Verlag, 1989, ISBN 978-3-7873-0267-3 (google.com).[5][6]
Literatur
- Nicolin, Friedhelm. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 895.