Friedrich Böhner
deutscher Jurist und Bürgermeister
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Friedrich Böhner (* 30. April 1885 in Bayreuth; † 5. Juni 1965) war ein deutscher Jurist. Er war Oberbürgermeister von Ansbach und Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.

Leben
Friedrich Böhners Vater war Lehrer. Böhner legte 1904 das Abitur am Gymnasium Bayreuth ab. Er begann sein Jurastudium in Leipzig, wo er 1904 der Sängerverbindung Wettina im SV beitrat. Er setzte seine Studien in Erlangen fort und wurde im Wintersemester 1904/05 Mitglied der AMV Fridericiana Erlangen. Nach Studienaufenthalten in Bonn und Berlin kehrte er nach Erlangen zurück.
Ab 1908 war Böhner zunächst Rechtspraktikant in Bayreuth, dann dort Referendar.
Im Ersten Weltkrieg war er Leutnant der Reserve bei der Infanterie.
1919 wurde Böhner Rechtsrat und Zweiter Bürgermeister in Ansbach. Der Lauf seiner weiteren Lebensjahrzehnte ist unklar, in den Monaten nach Kriegsende 1945 dankte aber der von der US-Militärregierung eingesetzte Oberbürgermeister Hans Schregle dem Rechtsrat Friedrich Böhner, den er als stellvertretenden Bürgermeister einsetzte, für die Unterstützung beim Wiederaufbau der kommunalen Verwaltung in Ansbach.[1]
Böhner wird als langjähriger Stadtrechtsrat beschrieben.[2] Bei der Kommunalwahl 1950 unterlag der Amtsinhaber Ernst Körner dem konservativen Kandidaten Friedrich Böhner.[2] Böhner wird anschließend als Oberbürgermeister von Ansbach für die Jahre 1950 bis 1952 geführt.[3]
Ehrungen
- Eisernes Kreuz zweiter und erster Klasse
- Bayerischer Militärverdienstorden
- Bundesverdienstkreuz am Bande
Literatur
- Horst Gwinner: Die Akademisch-Musikalische Verbindung Fridericana im Sondershäuser Verband, vormals Studentengesangverein Erlangen. Erlangen 2016, im Selbstverlag, S. 460