Friedrich Stroh
deutscher Germanist
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Leben
Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg studierte Stroh ab 1922 in Gießen, Frankfurt und Marburg deutsche, englische und romanische Philologie sowie vergleichende Sprachwissenschaft. Er wurde 1928 in Gießen bei Otto Behaghel promoviert. Er arbeitete von 1928 bis 1937 als Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Gießen und nach seiner Habilitation in Germanischer Philologie 1934 als Privatdozent an der Universität Gießen. Ab 1938 war Stroh planmäßiger außerordentlicher Professor an der Universität Erlangen. Von 1933 bis 1939 war er Mitglied der SA, dann wechselte er zum NSKK. 1937 trat er der NSDAP bei.[1] Ab 1942 war er dort ordentlicher Professor für Germanistik, wurde 1947 aus politischen Gründen entlassen und 1948 wieder eingestellt, bis er 1956 aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung emeritiert wurde.
1963 wurde er mit dem Brüder-Grimm-Preis der Philipps-Universität Marburg ausgezeichnet.
Er war verheiratet mit Elsa Stroh, geb. Müller (1912–1990) und hatte drei Kinder: Holle Maurer, geb. Stroh (1936–2021), Wolf Stroh (1939–2018) und Frieder Stroh (*/† 1944).
Publikationen (Auswahl)
- Probleme neuerer Mundartforschung, Gießen 1928 (zugleich: phil. Diss., Universität Gießen 1928).
- Der volkhafte Sprachbegriff, Halle/S. 1934 (zugleich: Habilitations-Schrift, Universität Gießen 1934).
- Hessische Forschung. Von Sinn und Leistung des Südhessischen Wörterbuchs. In: Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 32 (1934), S. 8–35.
- (gemeinsam mit Friedrich Maurer): Deutsche Wortgeschichte. 3 Bde. De Gruyter, Berlin 1943.
- als Bearbeiter: H. Schulz: Abriß der deutschen Grammatik. 3. Auflage. Berlin 1947.
- Handbuch der germanischen Philologie, Berlin 1952.
Literatur
- Stroh, Friedrich. In: Internationales Germanistenlexikon 1800–1950. Bd. 3: R–Z. Hrsg. von Christoph König. de Gruyter, Berlin / New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S. 1838–1839.
Weblinks
- Literatur von und über Friedrich Stroh im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Stroh, Friedrich Wilhelm Heinrich. Hessische Biografie. (Stand: 18. März 2025). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
