Fritz Loetsch

deutscher Forstwissenschaftler und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Fritz Loetsch (* 19. Februar 1909 in Dresden; † 1. Februar 1987 in Reinbek)[1] war ein deutscher Forstwissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben

Grabstätte auf dem Friedhof Reinbek

Fritz Loetsch studierte an der Forstlichen Hochschule Tharandt Forstwissenschaften und wurde 1928 Mitglied des Corps Silvania Tharandt.[2] 1958 erhielt er noch das Band des Corps Arminia München.[3] Nach Abschluss des Studiums wurde Loetsch 1932 mit einem forstwissenschaftlichen Thema zum Dr.-Ing. der Technischen Hochschule Dresden promoviert, der die Forstliche Hochschule Tharandt seit 1929 angegliedert war. Zum 1. Februar 1932 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 923.455).[4] 1940 habilitierte er sich dort für Forstwissenschaften. Er wechselte an das 1939 von Tharandt nach Reinbek verlegte Institut für ausländische und koloniale Forstwirtschaft, das in den 1950er-Jahren in die Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft umgewandelt wurde, und wurde dort 1949 Professor für Forstwissenschaft, speziell Forsteinrichtung, Ertragskunde, Zuwachslehre und Waldwertrechnung.[5] Sein Forschungsschwerpunkt war die Waldinventur. 1955 entwickelte er ein spezielles Verfahren einer Waldflächeninventur für den Kleinprivatwald im Kreis Prüm, das überwiegend auf Luftbilder gestützt war.[6] Praktische Anwendung fand das Verfahren bei einer Inventur der thailändischen Wälder, insbesondere der Teakbäume, im Zeitraum 1955 bis 1957 im Auftrag der Food and Agriculture Organization.[7]

Fritz Loetsch wurde in der Familiengrabstätte auf dem Friedhof Reinbek beigesetzt.

Schriften

  • Die Gestaltsidee des forstlichen Einzelwirtschaftssystems und ihre Bedeutung für Wissenschaft und Praxis. Dissertation. 1932.
  • mit August Karl Hermann Krutzsch: Holzvorratsinventur und Leistungsprüfung der naturgemäßen Waldwirtschaft. 1938.
  • mit Hermann Krutzsch: Vielfache Stamminhalts- und Zuwachspotenztafel. 1938.
  • Beiträge zur Methodik der modernen Holzvorratsinventur. Habilitationsschrift. 1940.
  • mit Karl Koestner: Ich lerne Umgangsenglisch: Eine Lernhilfe und ein Nachschlagebuch für Fortgeschrittene; systematisch, nach Lebensgebieten geordneter Wortschatz. 1948.
  • Mai pen arai – In Siams Städten, Dschungeln und Bergen. 1959.
  • Report to the Government of Indonesia on Aspects of Forestry in Relation to the Rayon Plant Project in South Sumatra. 1960.
  • Die Waldinventur und ihre Bedeutung für Forstpolitik, Betriebswirtschaft und Waldbau. 1961.
  • mit Karl Eberhard Haller und Fritz Zöhrer: Forest Inventory: Statistics of forest inventory and information from aerial photographs. Band 1, 1964.
  • List Sampling Designs with Variable Probabilities for Large Area Forest Inventories. 1969.
  • Zwei Jahrzehnte Forschung auf dem Gebiet "Waldinventur" an der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft in Reinbek bei Hamburg. 1971.
  • mit Fitz Zöhrer: Methodik der Voluminierung und Beurteilung der Holzqualität bei Waldinventuren. 1973.

Einzelnachweise

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