Fuchsleite (Weimar)
Teilstück des naturgeschützten Waldgebietes Webicht in Weimar
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Die Fuchsleite bezeichnet den nördlichen Teil des naturgeschützten Waldgebietes Webicht in Weimar. Das Webicht selbst steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Sachgesamtheiten und Ensembles). Die Bezeichnung Fuchsleite gibt es allerdings auch anderenorts.

Die Fuchsleite hat als natürliche Begrenzung im Norden die Ilm. Als künstliche Begrenzung trennt das Ilmviadukt die Fuchsleite nach Westen vom Schießhaushölzchen ab, nach Süden begrenzen es die Tiefurter Allee und die Robert-Blum-Straße. Im Osten reicht es bis zur Kläranlage.
In diesem Abschnitt des Webichts gibt es einen Gedenkstein für einen am 5. April 1945 von der SS verübten Massenmord an 149 Häftlingen. Die Position des Gedenksteins ist allerdings nicht der genaue Tatort, welcher versteckt im Wald war. Die Gedenkstätte wurde näher an der Tiefurter Allee eingerichtet.
Von der Kegelbrücke bis zum Klärwerk verläuft zudem die denkmalgeschützte Karolinenpromenade entlang der Ilm als einer der wichtigsten Wanderwege und Teil des Ilmtal-Radweges durch dieses Waldgebiet.
Die Bezeichnung leite rührt aus dem Mittelhochdeutschen lite von einem bewaldeten Berghang her. Laut dem Flurnamensforscher Günther Hänse kommt Bezeichnung Fuchsleite zum ersten Mal 1805 auf.[1] Das ist wohl kein Zufall, denn 1805 wurde der von Heinrich Gentz entworfene Bau des Schießhauses vollendet. Das Schießhaushölzchen schließt sich an die Fuchsleite an. Schon früh war auch dieses Waldstück Gegenstand der botanischen Interesses, wie Christian Benjamin Erfurth schon 1867 beweist.[2]